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MIDI Interface nutzen? - Wie geht man vor?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Ein MIDI Interface ist eine Hardware zur Anpassung unterschiedlicher Ein- und Ausgängen bei MIDI.

MIDI ist ein Akronym für digitale Schnittstellen für Musikinstrumente. Es ist ein Industriestandard mit eigener industrieller Organisation und Interessensgruppen, die sich um die Pflege und Entwicklung des Standards kümmert. MIDI ist auch eine Hardware Transport Spezifikation, die elektrische und mechanische Verbindungen beschreibt, die miteinander kommunizieren können sollten. MIDI beschreibt das Format der Botschaften, die ein MIDI Controller sendet und ein MIDI - fähiges Gerät mittels Instrumentbeschreibungen in Sounds umsetzt, die als Musik aufgefasst werden können. Das MIDI Interface ist ein Bestandteil der Beschreibungen der Hardware Transport Spezifikation. Allgemein sind Interface - Kabel solche, die an beiden Enden Stecker unterschiedlicher Spezifikation haben. Oft werden 6 - polige MIDI - Stecker auf RS - formatige Stecker geleitet. Wobei es darauf ankommt, genau die richtigen PINs für Information, Spannungsversorgung und Steuerung miteinander zu verbinden. 

  • MIDI ist ausgelegt als eine unidirektionale Schnittstelle für die serielle Übertragung von MIDI - Daten ohne Kontrolle des Datenflusses. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist auf 31250 Bit/s festgelegt. Jedes Byte hat ein Start- und ein Stopp-Bit.
  • Eine vollständige Übertragung der drei Bytes benötigt 960 µs. MIDI verwendet eine 5-mA-Stromschleife. MIDI - Stecker haben das Design DIN 5/180°. Fünf Pins und ein Stift müssen in das entsprechende Lochmuster der MIDI - Buchse gesteckt werden. MIDI - Stecker sind heute neben USB - Kabeln die übliche Ausstattung von MDI - Controllern.
  • Die wichtigste Regel ist, dass moderne Klangerzeuger alle 16 MIDI - Kanäle verwenden und einen eigenen MIDI - Port brauchen, sonst gibt es Einbußen in der Qualität.
  • Klangerzeuger mit nur einem genutzten Kanal wie Drums oder ältere Synthesizer benötigen nur einen Kanal und bieten MIDI - Thru, welches sich zum Aufbau von MIDI - Geräte - Ketten ohne Verluste eignet. Synthesizer, MIDI-Gitarre, Keyboards, Faderbox und andere brauchen einen eigenen Port als Einspielgeräte.

MIDI Interface

  • Das klassische MIDI - Interface ist ein Tastatur - Anschluss - Verdoppler mit zwei MIDI - Steckern und logisch richtiger Verbindung der Pins gewesen. Heute werden RS - Tastaturen oder -Gameports nicht mehr verbaut und gelten als veraltet.
  • Die moderne Anwendung des MIDI – Interfaces sind USB zu MIDI Stecker Interfaces, die aber durch USB - Verbindungen weitestgehend ersetzt sind.
  • Neben der Verbindung zu iPhone oder Andriodsysteme haben MIDI - Interface in Studio - Setups als Boxen mit Switches und Verstärkung ihren Markt. Sie sind die Schaltstelle ganzer MIDI - Controller - Netzwerke. Sie bieten Status-Anzeigen, Snapshot - Funktionen, Presets, Speicherfunktionen  und bieten mehrere MIDI - oder USB - Anschlüsse je nach Anforderung.
  • Die richtige Nutzung hängt von den MIDI - Geräten ab, die Sie verwenden. MIDI gibt es mittlerweile im Standard 3.0 und ist abwärts kompatibel. MIDI kann auf verschiedene weitere Formate zur Musikproduktion geroutet werden. Sobald sie die Kontrolle über das MIDI - Signal mit einem Computer verwalten, der die geeignete Software aufgespielt hat, sind die Probleme schnell behoben.
  • MIDI ist langsam und robust. Lediglich der Verlust wichtiger Informationen sollte strikt vermieden werden, planen Sie deshalb großzügig mit Ports.

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