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Nationalratswahl 2013: Der Social-Media-Wahlkampf unter der Lupe

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Was für die einen zur Freude wird, bringt aber andere Parteien wieder gehörig ins Schwitzen.

Die Nationalratswahl am 29. September 2013 wird mit Spannung erwartet. Denn noch nie haben soviele Parteien an einer Wahl teilgenommen wie diesmal. Neben der SPÖ, ÖVP, der FPÖ und den Grünen tritt auch das BZÖ wieder an. Erstmals im Rennen ist das Team Stronach rund um den Multimilliardär Frank Stronach. Ebenfalls am Start sind die NEOS, die KPÖ sowie auch die Piratenpartei Österreichs. Doch der Wahlkampf hat sich verändert und immer mehr sind soziale Netzwerke zum Mittelpunkt geworden. Was für die einen zur Freude wird, bringt aber andere Parteien wieder gehörig ins Schwitzen.

Facebook, Twitter und der Wahlkampf

Strache ist die unangefochtene Nummer 1 in Sachen Social Media

  • Der Wahlkampf wird über Social Media geführt. Vor allem das soziale Netzwerk Facebook ist auf Platz 1 im Wahlkampf gelandetet. Die Spitzenkandidaten wie auch die Parteien sind auf Facebook. Regelmäßig werden von den Kanditaten bzw. deren Mitarbeiter Postings verfasst, welche den Wahlkampf dokumentieren.
  • Nummer 1 auf Facebook ist etwa HC Strache, der Parteiboss der FPÖ, der rund 135.000 Fans im sozialen Netzwerk aufweist. Aber HC Strache ist es auch, der am meisten polarisiert und auch die "unangenehmsten" Fans aufweist. Denn mit radikalen Facebook-Gruppen oder auch bösartigen Kommentaren bei seinen Postings ist Strache natürlich das Feindbild der Medien geworden. Die FPÖ sorgt auf Facebook jedenfalls ständig für Aufsehen.
  • Doch der Parteiboss weiß, wie er sich helfen kann und versucht - auch in TV Duellen - immer wieder zu betonen, dass er mit nationalsozialistischem Gedankengut nichts zu tun habe.


Zwischen Facebook und Twitter

  • Auch Karl Öllinger, Politiker bei den Grünen, sorgt mit seinen Postings immer wieder für Aufregung. Neben Aufnahmen bei Demonstrationen oder auch aggressiven Postings gegenüber andersdenkenden Personen, ist Öllinger - wie Strache auf der anderen Seite des politischen Spektrums - genauso beliebt wie unbeliebt.
  • Der Wahlkampf wird in Sachen Social Media aber nicht nur über Facebook ausgetragen, sondern auch über Twitter oder der beliebten Videoplattform YouTube. Vor allem die Kleinparteien NEOS, KPÖ wie die Piratenpartei versuchen mit den neuartigen Wahlkampfmethoden Wählerstimmen zu gewinnen.
  • Ob es sich ausgehen wird, dass die 5 Prozenthürde übersprungen wird, ist noch offen. Die Parteien wie die SPÖ oder die ÖVP setzen ebenfalls auf das soziale Netzwerk, damit auch bei der Nationalratswahl die "Digitale Natives" gewonnen werden.

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