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Quellcode - Was ist das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Der als Quellcode bezeichnete Text ist Teil eines Computerprogrammes.

Der als Quellcode, Quelltext oder Programmcode bezeichnete Text ist Teil eines Computerprogrammes, der für uns Menschen lesbar aber kaum zu verstehen ist.

Der Quelltext eines Programmes bezeichnet selbiges Programm so genau, dass es problemlos von einem Rechner von der Eingabesprache in die Maschinensprache umgewandelt werden kann.

Ein Quellcode muss jedoch nicht zwingend in Textform vorhanden sein, sondern kann beispielsweise auch als Verknüpfung von Funktionsblöcken aus dem Bereich der binären Logik bestehen. Dieser Fall tritt zum Beispiel bei Steuerungsprogrammen der Firma Siemens auf.

Der Mensch als Anwender, also du und ich, bekommt unter normalen Umständen nie den eigentlichen Quelltext zu sehen. Aber selbst wenn, so könnten wir ihn in den meisten Fällen nicht verstehen. Man könnte mir zum Beispiel auch einen Brief in chinesischer Sprache vorlegen.

Der Grund liegt in den unterschiedlichen Sprachen, in denen ein solcher Quelltext verfasst sein kann. Diese Sprachen heißen auch Programmiersprachen. Bestimmt seid ihr schon mal über Begriffe wie C++, C-Sharp oder Java gestolpert. Bekannter sollten jedoch die Sprachen HTML oder PHP sein, da die meisten Internetseiten mit dieser Programmiersprache geschrieben sind. Wenn ihr euch einen solchen Quelltext einmal ansehen wollt, müsst ihr lediglich mit der rechten Maustaste auf eine Seite im Internet klicken und im erscheinenden Kontextmenü den Punkt "Quelltext anzeigen" auswählen. Hier könnt ihr nun sehen wie eine solche Internetseite programmiert ist. 

Der Computer versteht diese Sprache und wandelt sie schließlich so um, dass wir die schönen bunten Bilder sehen und die Texte gut strukturiert lesen können.

Ist so ein Quelltext sehr umfangreich?

Diese Antwort kann man pauschal nicht geben. Es ist immer von der Größe und Komplexität eines Programmes abhängig wie groß der dazugehörige Quelltext ist.
Mit fünf, sechs Zeilen könnte man zum Beispiel schon einen Text für einen Internet Browser schreiben, der mir dann ein Fenster anzeigt auf dem Hallo Welt zu lesen ist.
Ein Programm, das als Betriebssystem dienen soll, also zum Beispiel Windows, kann hingegen aus Millionen von Zeilen bestehen. Solche Programme können dann unmöglich von einer Person alleine betreut werden. Hier sind mehrere 100 Menschen damit beschäftigt, diese Zeilen zu schreiben, zu testen und anzupassen.

Vom Quelltext zum Programm

Wenn man einen Quelltext schreibt muss man sich unbedingt an die Regeln der gewählten Sprache halten. Man nennt diese Regeln auch Syntax.
Hält man sich nicht penibel an diese Regeln wird das Programm nie funktionieren. Selbst ein Leerzeichen an der falschen Stelle kann hier wochenlange Arbeit zu monatelanger Fehlersuche machen. Um das ganze ein bisschen in geordnete Bahnen zu bringen läuft die Erstellung eines Programmes in Schritten ab.
Wenn ein Programm irgendwann mit einem Grundgerüst vorliegt, erhebt man es in den sogenannten Beta-Status. Ist es in diesem Status, werden keine Zusatzfunktionen mehr programmiert, sondern es werden nur noch Fehler im Quellcode gesucht und beseitigt. Bei diese Suche könnt ihr unter anderem mit helfen wenn ihr als Beta-Tester an bestimmte Programme kommt. Das können sowohl Spiele als auch Office Programme sein. Wenn nach Monaten der Testzeit alle Probleme beseitigt sind, gilt der Quellcode als fertig.

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