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Ratgeber für die Memoiren: So gelingt das Formulieren

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Wenn Du vorhast, deine eigenen Memoiren zu schreiben, findest Du hier einen hilfreichen Ratgeber dazu

Memoiren sind eine spezielle Art der Biografie. Wer seine Memoiren zu Papier bringt, schildert darin seine Lebensgeschichte. Während allerdings in einer Autobiographie besonderen Wert auf die inneren Geschehnisse eines Menschen gelegt werden, konzentrieren die Memoiren sich mehr auf äußere Umstände und beispielsweise auf das berufliche oder politische Leben einer Person. Wenn Du vorhast, deine eigenen Memoiren zu schreiben, findest Du hier einen hilfreichen Ratgeber dazu. Mit diesem Ratgeber sollte es Dir gelingen, deine eigene Biografie zu formulieren.

Bitte beachten

  • Der Begriff stammt von dem lateinischen memoria, was so viel wie Gedächtnis oder Erinnerung bedeutet.
  • Memoiren eignen sich zur Bewältigung von vergangenen Ereignissen.
  • Man kann die eigenen Memoiren auch an Kinder und Enkelkinder weitervererben.

Ratgebertipps für das Formulieren der Memoiren

  • Zunächst solltest Du Deinen gesamten Lebenslauf in Stichworten festhalten. So ist sichergestellt, dass Du keine wichtigen Einzelheiten vergisst. Nimm Dir hierfür einige Tage Zeit und versuche, Dich so kurz wie möglich zu fassen.
  • Die Stichworte helfen außerdem dabei, die chronologische Reihenfolge einzuhalten, in der die Biografie geschrieben werden sollten.
  • Nun kannst Du die festgehaltenen Daten und Ereignisse in einen zusammenhängenden Text formulieren. Stilistisch sollte die Biografie eher locker und in einem plaudernden Ton geschrieben werden, da dies typisch für diese Textform ist.
  • Als Anfang kannst Du einen bedeutenden Moment Deiner Kindheit oder frühen Jugend auswählen. Aber auch die Geburt kann den Startpunkt der Biografie bilden. Hier muss allerdings auf Erzählungen und Erinnerungen der Familie zurückgegriffen werden.
  • Nutze stets die Ich-Perspektive und schreibe in der Vergangenheit.
  • Vermeiden solltest Du es, Beleidigungen gegen andere Personen zu formulieren, die in Deinem Leben eine Rolle gespielt haben. Negative Kritik darf zwar durchaus emotional geschildert werden, allerdings sollte man hier nicht übertreiben.
  • Achte stets darauf, äußere Umstände in das Geschehen einzubeziehen. Das kann das allgemeine Weltgeschehen sein, politische Begebenheiten oder auch Ereignisse aus dem näheren, persönlichen Umfeld. Schildere immer, wie diese Dein Verhalten und Denken beeinflusst haben.
  • In die Memoiren gehören unbedingt auch kleine Anekdoten aus dem Leben.
  • Gespräche in direkter und indirekter Rede fördern den Lesefluss und sind für den Leser unterhaltsam.
  • Wenn Du neue Personen in das Geschehen einführst, achte darauf, dass diese charakterisiert werden. Das kann zum Beispiel durch das Schildern ihrer Lebenssituation, ihrer Sprache und Gestik oder durch ihr Verhalten geschehen. Auf diese Weise kann der Leser sich ein besseres Bild dieser Personen machen und dem Geschehen besser folgen.
  • Das Schreiben der eigenen Biografie benötigt Zeit. Solch ein Schriftwerk ist nicht in einer Woche vollendet. Nimm Dir regelmäßig Zeit, das bisher Geschriebene wiederholt zu lesen und grammatikalische sowie inhaltliche Fehler zu korrigieren.
  • Wenn möglich, sollte eine weitere Person den Text ebenfalls lesen und gegebenenfalls Vorschläge zur Verbesserungen äußern.
  • Je nach Wunsch können der schriftlichen Autobiografie noch Fotos hinzugefügt werden, die die ganze Lebensschilderung abrunden und auch fremden Lesern einen direkten Einblick geben können.

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