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Serverausfall vermeiden? - Die besten Tipps

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Tipps zur Vermeidung von Serverausfällen

Leider lassen sich Serverausfälle nie ganz vermeiden und sind der am meisten gefürchtete GAU in einem Unternehmen. Verlorene Kundenaufträge, Stillstand der E-Mail-Kommunikation, Verlust der Buchhaltungsdaten sind nur einige ernstzunehmende Probleme bei einem Ausfall der Serverlandschaft. Durch ein stimmiges Server- und Sicherungskonzept lassen sich solche Ausfälle aber reduzieren und der Schreck im Ernstfall ist dann nicht mehr so groß. Besonders wichtig ist, dass die entworfenen Konzepte auch greifen. D.h es sollte eine Kontrolle der Sicherungen, der unterbrechungsfreien Stromversorgungen, des Failover, usw. stattfinden. Nur wenn der reibungslose Ablauf der einzelnen Systeme gegeben ist, können etwaige Ausfälle rasch überstanden werden.

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass oft von einigen "Experten" die Durchführung von Datensicherung durch den Einsatz

von Redundanzen (wie. z.B. RAID) in den Hintergrund geschoben wird.

 

Hier einige Beispiele anhand des Einsatzes eines RAID-Systems, in denen man nicht geschützt ist:

  • versehentliche Löschung von Dateien
  • Löschung von Daten durch Viren
  • Beschädigung des Servers durch äußere Einflüsse (Brand, Blitzschlag, Hochwasser)
  • Hardwaredefekt am RAID-Controller (Speicherfehler)
  • Diebstahl des Systems

 

Darum ist der Einsatz einer funktionierenden Datensicherung (und einer entsprechend funktionierenden Wiederherstellung) Grundvoraussetzung für die Aufrechterhaltung des Beriebs im Fehlerfall.

  • Monitoring Tools (z.B. für den RAID-Status, Backup-Status, Serverzustand, UPS-Zustand, ...)
  • Servertaugliche Hardware (z.B. eigene vorgealterte Speicherbausteine, spezielle Netzteile, ...)
  • Redundanzen (z.B. doppelte Netzteile, RAID-System, Cluster-System, ...)
  • Sicherungsprogramme (z.B. Datensicherungsprogramme, Bare-Metal-Sicherungen, Cloud-Backup, ...)

Serverausfall vermeiden

  • Die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit ist der Einsatz von Monitoring-Tools, die Probleme schon vor der Enstehung aufdecken können.
  • Auch regelmäßige Kontrolle der Server-Logs kann drohende Probleme aufdecken. Ausserdem sollten regelmäßige Kontrollen des Dateisystems (entfernen von temporären Dateien und Dateisystemüberprüfungen) eingeplant werden.
  • Durch Einsatz von Hardwareredunanzen (Redundante Netzteile, RAID, Failover-Cluster) lassen sich Ausfälle weiter reduzieren. So wird beispielsweise bei einem automatischen Failover der defekte Hardwareknoten deaktiviert und das Serverbetriebssystem mit all seinen Anwendungen läuft auf einem parallel bereitgestellten Hardwareknoten (ohne große Unterbrechung) weiter.
  • Auch kann Virtualisierung helfen Ausfallzeiten zu minimieren. Bei enstprechender Konfiguration und Sicherung lassen sich virtuelle Server auf Ersatzmaschinen sehr rasch wieder starten.
  • Wichtigstes Kriterium ist aber ein regelmäßiges Backup der Daten und wenn möglich auch der gesamten Maschine (Bare-Metal-Image). Wobei hier nochmals der Hinweis zu machen ist, dass Redundanz kein Ersatz für ein Backup ist. Redundanzen erhöhen zwar die Systemverfügbarkeit, schützen aber nicht vor einem Systemausfall und dem damit bedingten Datenverlust.
  • Im Fall der Fälle sollte dann noch ein Notfallplan vorliegen, um einen gewissen Minimalbetrieb zu sichern. Danach ist eine Analyse des Ausfalls durchzuführen, um für zukünftige gleichartige Probleme gewappnet zu sein.

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