Foto: Shutterstock.com

Social Media Abstinenz? - So klappt's

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:10
ich von seiner Online-Präsenz wieder zu trennen ist oft schwierig.

Das Internet bietet immer wieder neue Social Media-Portale mit dem Ziel, unterschiedliche Zielgruppen online zusammenzubringen. Die Themen sind breit gefächert: Es gibt Kontaktportale, Foren, in denen sich Angehörige einer Berufsgruppe austauschen oder ganz allgemein gehaltene Portale, in denen sich jedermann zu Hause fühlen kann. Die Verlockungen, sich in einem Online-Portal anzumelden, nehmen zu. Doch das eigene Profil zu pflegen kostet viel Zeit – mehr Zeit, als viele Menschen eigentlich erübrigen können. Sich von seiner Online-Präsenz wieder zu trennen und sich in Social Media Abstinenz zu üben, ist ungleich schwieriger.

Wie erreichst du nachhaltige Social Media Abstinenz?

  • Social Media Abstinenz gelingt grundsätzlich nur, wenn du dich zuvor entschieden hast, dich vom Internet fernzuhalten. Überleg dir, wie viel Zeit du vor dem Computer verbringst und was du währenddessen alles im realen Leben versäumst.
  • Besprich deine Probleme und deine Ziele mit Freunden oder auch mit einem Therapeuten. Nachdem du zu einem Ergebnis gekommen bist, halte dein Ziel am besten schriflich fest und bewahre die Notiz in der Nähe des Rechners auf.


Was hindert dich daran, Social Media Abstinenz zu erreichen?

  • Sich im Internet einer großen Zielgruppe darzustellen ist ein großartiges Gefühl. Du fühlst dich wie ein Star im Rampenlicht, wie ein Schauspieler vor der Kamera.
  • Wer das Gefühl einmal empfunden hat, wird schnell süchtig danach. Wer sich in seiner Online-Community ein bestimmtes Ansehen oder einen überdurchschnittlichen Bekanntheitsgrad verschafft hat, ist stolz darauf und möchte ihn nicht wieder hergeben.
  • Doch der Schein trügt: Denn im Mittelpunkst stehst nicht du selbst, sondern nur deine fiktive Online-Präsenz.

Schritte zur Social Media Abstinenz

  1. Mach dir zunächst bewusst, wie viel Zeit du im Internet verbringst. 
  2. Überlegt dir, weshalb du so oft online mit anderen Menschen kommunizierst, denen du in der Realität möglicherweise nie begegnen wirst.
  3. Schreib deine wirklichen Lebensziele auf. Wie soll dein Leben verlaufen? Wo möchtest du hin? Welche Menschen sollen dich dabei begleiten?
  4. Erlange ein Gefühl dafür, dass die Begegnungen im realen Leben tiefer, befriedigender und nachhaltiger sind als Kontakte auf dem Bildschirm.
  5. Lösche die Internet-Profile, von denen du glaubst, sie nun entbehren zu können und lege einen Zeitrahmen fest, in dem du online bist.
    Schaffst du das nicht allein, suche dir vor Ort eine Selbsthilfegruppe. 
  6. Du kannst es schaffen!

Kommentare