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Was ist Cloud Computing?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Cloud Computing ist zur Zeit ein sehr präsenter Begriff, den wahrscheinlich fast jeder schon mal gehört hat.

Cloud Computing ist zur Zeit ein sehr präsenter Begriff, den wahrscheinlich fast jeder schon mal gehört hat. In den Medien kommt man an diesem IT Thema kaum mehr vorbei. Doch nur Wenige wissen wirklich, was hinter diesem Ausdruck steckt und was diese Internet Dienstleistung eigentlich zu bieten hat.

Bitte beachten

  • Das National Institute of Standards and Technology (NIST) definiert das Cloud Computing als ein Modell, welches einen bequemen Zugriff auf alle Rechnerressourcen ermöglicht, die konfigurierbar sind, wie z.B. Netze, Server, Speichersysteme, Anwendungen und Dienste. Diese Ressourcen können damit schnell und ohne großen Managementaufwand zur Verfügung gestellt werden.

  • Im Allgemeinen ist Cloud Comupting ein fortschrittliches Modell für die Bereitstellung von IT Infrastrukturen mittels Internet. Das bedeutet, dass Programme und Anwendungen nicht mehr auf einem PC installiert, sondern ins Internet ausgelagert werden. Alle Daten liegen demnach nicht auf dem Computer sondern im Internet.

  • Mit der Auslagerung der Daten ins Internet wird die lokale Hardware entlastet.

  • Die Bezeichnung Wolke (engl. cloud) wird verwendet, da man diese immensen Rechenzentren, in denen sich die Programme und Daten befinden, nicht sieht.  

Funktionsweise und Anwendung

  • Die Nutzung der Cloud erfolgt über technische Schnittstellen und Anbieter wie Amazon, IBM oder Google. Infrastrukturen, die sich dynamisch an den jeweiligen Bedarf anpassen, werden über ein Netzwerk - d.h. über das Internet - zur Verfügung gestellt. Hierfür benötigt man Geräte, die man an das Internet anschließen kann, wie Computer, Smartphone oder Tablet.

  • Die Nutzer können allerorts und jederzeit über den Cloud Storage auf ihre gespeicherten Daten zugreifen und diese bearbeiten. Dabei handelt es sich nicht um Kopien bestimmter Dateien, sondern immer um eine Datei, die über mehrere Geräte verfügbar und änderbar ist.

  • Die Dateien, Anwendungen und Programme, die in der Cloud gespeichert sind, können jederzeit und von überall auf der Welt abgerufen werden, sofern Internetverbindung besteht.

  • Zusätzlich aktualisiert sich die Cloud automatisch.

  • Die Dateien können geteilt werden, indem man den Zugang durch das Nutzerprofil festgelegt wird. Die freigeschalteten Personen können das Dokument gleichzeitig nutzen, ohne es synchronisieren zu müssen. Beispiel: Google Docs.

Anwendungen für Privatpersonen

  • Viele nutzen das Cloud Computing, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wenn man z.B. die E-Mails nicht mit einem Programm wie Outlook oder Thunderbird verwaltet, sondern mittels eines externen Mail Hoster wie Gmail oder Hotmail, so ist man täglich mit den Diensten der Wolke konfrontiert.

  • Auch Social Networks, wie Facebook oder Twitter basieren auf dem Ansatz des Cloud Computing.

  • Mit Programmen wie Picasa oder Flickr ist es möglich große Mengen an Fotos und Bildern zu speichern und diese dann mit Anderen zu teilen. Inzwischen gibt es Fotobearbeitungsprogramme mit einer online Version.

  • Mit Systemsteuerungen wie iCloud werden Daten automatisch synchron gehalten. Das bedeutet, dass die einmal in die iCloud abgelegten Dokumente, Programme, Apps, Bücher und Kalendereinträge automatisch auf allen konfigurierbaren Geräten verfügbar sind.
  • Gastbeitrag von Thomas Rolf – Experte für Internet / A1

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