Foto: Screenshot / Das Tool zum Messen der CPU Auslastung unter Windows 8

Was ist die CPU Auslastung? - Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Die CPU (Central Processing Unit) ist der Hauptprozessor des Computers.
Wird dieser Teil des Computers oder Laptops in Anspruch genommen, kommt es zur Auslastung der CPU. Der Wert wird üblicherweise in Prozent angegeben. Dadurch wird der aktuelle Zustand der CPU des Computers beschrieben. Die CPU-Auslastung des Prozessors ergibt sich durch eine einfache Formel: Umso mehr Rechenzeit benötigt wird, um aktuelle Prozesse des Computers zu bewältigen, desto höher ist die Auslastung der CPU.

Nähere Infos zur CPU Auslastung

Die CPU Auslastung entspringt dem sogenannten Multitasking, der Fähigkeit des Betriebssystems (Windows, Linux usw.) gleichzeitig mehrere Aufgaben, die sogenannten Tasks, auszuführen. In extrem kurzen Abständen werden die Prozesse immer wieder abwechselnd aktiviert. Dadurch entsteht der Eindruck der Gleichzeitigkeit. Verwendet der Nutzer des Computers jedoch ein Betriebssystem, welches das sogenannte Multitasking nicht unterstützt, so kann der Prozessor lediglich ein Programm beziehungsweise einen Task bearbeiten. Ein Beispiel für ein derartiges Betriebssystem wäre MS-DOS. Die CPU Auslastung wäre in diesem Fall uninteressant, da der Nutzer des Computers die überschüssige Leistung des Prozessors nicht für andere Prozesse nutzen kann.

Erst ein Betriebssystem mit der Fähigkeit zum Multitasking ist in der Lage mit dem sogenannten Scheduling, Zeitscheiben den verschiedenen aktiven Prozessen zuzuteilen. Wenn jedoch ein Programm keine Berechnung oder derartiges durchführen möchte, dann übernimmt der sogenannte Leerlaufprozess. Dies ist ein Pseudo-Prozess, bei dem vor allem moderne Betriebssysteme den Prozessor in eine Art Stromsparmodus versetzen.
Bei den meisten Programmen werden auch Wartezyklen in der CPU Auslastung berücksichtigt. Dies geschieht während der Prozessor beispielsweise auf Speicherzugriffe warten muss, da diese die Auslastung der CPU aus Sicht des Betriebssystems anzeigen. Die Zeit, welche der Prozessor tatsächlich mit dem Rechnen verbringt, stellt meistens nur einen geringen Bruchteil der gemessenen Auslastung der CPU dar. Sogenannte BurnIn-Software wurde eigens dafür entwickelt, die tatsächliche Auslastung der CPU hoch zu halten, um für Testzwecke möglichst hohe Temperaturen zu erzeugen.

Die Darstellung der CPU Last
Die CPU Auslastung wird häufig mit Hilfe von sogenannten Tools dargestellt. Dabei wird auch der zeitliche Verlauf der CPU Last in Form von Diagrammen graphisch dargestellt. Bei vielen Betriebssystemen ist ein derartiges Tool integriert, beispielsweise der sogenannte Task-Manager bei Windows. Andere Tools können zudem den Verlauf der CPU Auslastung auch protokollieren und den Verlauf im Nachhinein auswerten. „SNMP“ (Simple Network Management Protocol) oder auch „MRTG“ (Multi Router Traffic Grapher) wären Beispiele für diese Art von Tools.

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