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Was sind Vektorgrafiken - Unterschied zu anderen Grafiken?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Vektorgrafiken sind Grafikdateien, für die man ein spezielles Programm benötigt.

Die meisten Bilderdateien sind sogenannte Rastergrafiken. Hier kann man sich das Bild so vorstellen, dass dieses aus einem Punktraster besteht, bei dem jeder einzelne Bildpunkt mit seiner Farbe und Position festgelegt ist. Stellen Sie sich dazu einmal ein Blatt Papier vor, das mit Kästchen versehen ist. Jedes Kästchen können Sie mit einer bestimmten Farbe ausmalen. In einer Bilddatei sind nun Informationen abgespeichert, welcher Bildpunkt an welcher Stelle des Bildes mit welcher Farbe ausgemalt wurde. Aus diesen Informationen setzt sich eine Rastergrafik zusammen. Vektorgrafiken funktionieren etwas anders. In einer Vektorgrafik werden Informationen abgespeichert, die Angaben über die Größe und Form eines bestimmten grafischen Objekts enthalten.

Eigenheiten von Vektorgrafiken

  • In einer Vektorgrafik werden keine Informationen darüber abgespeichert, welcher Bildpunkt an welcher Stelle des Bildes welche Farbe besitzt.
  • Vielmehr werden hier Informationen über die einzelnen enthaltenen Grafikelemente gespeichert. Enthält die Datei beispielsweise einen Kreis als grafisches Objekt, dann sind in der Vektorgrafik mindestens zwei Angaben zu diesem grafischen Objekt erforderlich. In unserem Fall enthält dann die Vektorgrafik die Position des Mittelpunktes sowie den Radius des Kreises.
  • Diese Information könnte dann so aussehen, dass in der Vektorgrafik folgende Informationen enthalten sind: Der Kreismittelpunkt befindet sich an Stelle XY der Grafikdatei und der der Radius des Kreises beträgt XY Pixel. Gegebenenfalls kommen noch zusätzliche Informationen hinzu wie beispielsweise die Farbe und Stärke der Linie, aus der dieser Kreis besteht.
  • Ähnlich funktioniert dies auch bei anderen grafischen Objekten. Dazu gehören beispielsweise Rechtecke, Quadrate oder verschiedene Linien.
  • Auch die Farbinformationen der einzelnen Objekte in einer Vektorgrafik sind natürlich in einer Vektordatei enthalten.
  • Weiterhin können in einer Vektordatei auch Informationen über die Füllung der verschiedenen Objekte enthalten sein. So kann es beispielsweise vorkommen, dass ein Kreis mit einem bestimmten Farbverlauf gefüllt ist.
  • Vektorgrafiken lassen sich nicht mit einem gewöhnlichen Grafikprogramm oder der Windows-Bildanzeige öffnen, da diese Grafikprogramme in der Regel mit den in einer Vektorgrafik enthaltenen Informationen nichts anfangen können.
  • Dafür gibt es spezielle Programme zu öffnen und Bearbeiten bzw. Erstellen von Vektorgrafiken. Eines davon ist die Software Inkscape. Dieses Programm ist übrigens kostenlos, wodurch Sie in der Lage sind, einmal selbst vorhandene Vektorgrafiken zu öffnen oder solche zu erstellen.
  • Nach der Programminstallation sind Sie in der Lage, mit der Software Vektorgrafiken in vielen verschiedenen Formaten zu öffnen und zu bearbeiten. Selbstverständlich können Sie mit dieser Software auch gewöhnliche Pixelgrafiken öffnen.
  • Weiterhin ist es möglich, dass Sie vorhandene Pixelgrafiken in die Software Inkscape importieren und aus diesen Pixelgrafiken Vektorgrafiken erstellen lassen.
  • Vektorgrafiken haben einen ganz speziellen Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen Pixelgrafiken kann man Vektordateien in ihrer Größe variieren, ohne dass ein Qualitätsverlust entsteht. Daher werden Vektordateien auch häufig dafür eingesetzt, beispielsweise Firmenlogos zu erstellen, die man dann in unterschiedlichen Größen verarbeiten kann.
  • So können diese Firmenlogos dann in einer beliebigen Größe ausgedruckt werden, ohne dass die größeren Logos an ihrer Bildqualität verlieren.

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