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Was tun gegen eine Facebook-Sucht?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Internetsucht ist weltweit ein weitverbreitetes Phänomen.

Internetsucht ist ein weitverbreitetes Phänomen - in Mitteleuropa gelten rund 5-10 Prozent aller Internetnutzer als betroffen. Das Online-Netzwerk Facebook gehört dabei neben Chatrooms und Online-Glücksspielen zu den Webseiten mit einem besonders hohen Suchtpotential.

Wenn bei Dir mehr als zwei der folgenden Symptome auftreten, dann bist Du vermutlich Facebook-süchtig

  • hohe Nutzungszeiten (mehr als 10 Stunden pro Woche), die nicht in Verbindung mit einer beruflichen Tätigkeit stehen
  • unkontrollierbares Verlangen, sich bei Facebook einzuloggen
  • erhöhte Reizbarkeit und Nervosität, wenn kein Internet zur Verfügung steht
  • Unfähigkeit, selbst gesetzte Nutzungszeiträume einzuhalten
  • Vernachlässigung des sozialen Umfeldes
  • Verheimlichen des Ausmaßes des eigenen Facebook-Konsums gegenüber Freunden/Bekannten, Schuldgefühle
  • Erschöpfung, Depressionen, Burn-Out, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit

Süchtig nach Facebook

  1. Nehmen Sie das Problem Facebook-Sucht ernst und gestehen Sie sich selbst gegenüber ein, dass Sie internetsüchtig sind. Verdeutlichen Sie sich das Ausmaß ihrer Sucht.
  2. Vertrauen Sie sich einem guten Freund oder einer anderen Ihnen nahestehenden Person an.
  3. Reduzieren Sie Ihre Facebook-Zeiten auf ein festgelegtes Maß, zum Beispiel eine halbe Stunde pro Tag. Treffen Sie dazu eine entsprechende Abmachung mit einer Person Ihres Vertrauens. Auch die Installation einer Software, die nach Ablauf eines festgelegten Zeitraums einen Warnton ausgibt oder die Internetverbindung trennt, kann hilfreich sein.
  4. Erstellen Sie eine Liste mit Tätigkeiten, die Sie anstelle des Facebook-Konsums angehen möchten. Besonders hilfreich ist die Aufnahme eines neuen Hobbys, oder die Mitgliedschaft in einem gemeinnützigen Verein.
  5. Wenn dies alles nichts hilft, ist die Löschung des eigenen Accounts eine schmerzhafte, aber effektive Möglichkeit, das Suchtverhalten zu bekämpfen. 
  6. Wenn Sie das Problem selbst nicht in den Griff bekommen, sollten Sie auf jeden Fall die professionelle Hilfe eines Psychologen oder einer Suchtberatungsstelle hinzuziehen.

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