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Website-Analyse: Woher kommt das Keyword (not provided)?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Oft fragen sich Webmaster, was es mit dem (not provided)-Keyword auf sich hat.

Viele Webmaster wundern sich bei der Analyse von Website-Reports über das Keyword "not provided". Es steht schlicht und einfach für Suchanfragen, bei denen der Suchbegriff aus verschiedenen Gründen nicht bezogen werden kann und dieser somindest nicht in die Reports miteinfließen kann. Keine Sorge: Im Durchschnitt betrifft das rund 80 Prozent aller Keywords; bei einigen Webprojekten rangiert (not provided) mit über 90 Prozent an erster Stelle. In diesem Beitrag will ich erklären warum das so ist, die möglichen Ursachen beleuchten und einen kleinen Zukunftsausblick auf die keywordbasierte Suchmaschinenoptimierung geben.

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Facts zum (not provided)-Keyword

  • Google liefert keine Suchanfragen von eingeloggten Usern aus. Mittlerweile leitet Google seine User standardmäßig auf eine HTTPS-Verbindung, was u.a. das (not provided)-Keyword zur Folge hat.
  • In der SEO-Szene werden verschiedene Beweggründe für dieses Vorgehen angenommen. Neben Datenschutz und Folgeerscheinungen der PRISM-Affäre wird Google auch bezichtigt, schlicht und einfach mehr AdWords-Kunden (über AdWords sind Keyword-Volumen noch einsehbar) lukrieren zu wollen.  Auch eine geplante kostenpflichtige Version mit Premiumfunktionen, wie dieser, könnte angedacht sein.
  • Betrachtet man die Hard-Facts ist diese Entwicklung für Webmaster natürlich als Nachteil zu sehen, da sie die Website-Analyse zunehmend erschwert.
  • Allerdings kann man das Ganze meiner Meinung nach auch als Tipp verstehen: Die schlicht auf ein bestimmtes Keyword fokusierte Suchmaschinenoptimierung ist (fast) tot. In Zukunft (besser gesagt: in der Gegenwart) macht es Sinn, über ganze Keyword-Sets nachzudenken und verstärkt Synonmye bei der Keyword-Recherche zu berücksichtigen.

Auswirkungen der fehlenden Suchanfragen für die Analyse und Optimierung

Was wird wichtiger?

  • Die Optimierung von Landing-Pages
  • Faktoren wie Bounce-Rate oder Verweildauer. Das ist insofern vorteilhaft, da diese Werte immer mehr zu einem wichtigen Ranking-Faktor werden.
  • Maßnahmen aus dem Konzept Content Marketing werden mittel- und langfristig immer vielversprechender. Klassisches SEO auf ein bestimmtes Keyword rechnet sich immer weniger.
  • Qualitativ hochwertige Inhalte.
  • Analyse von Seitenstrukturen und Nutzerverhalten selbst, anstatt reine Keyword-Listen.

 

 

Das (not provided)-Keyword in der Zukunft:

  • Es ist davon auszugehen, dass der Trend sich fortsetzt und immer weniger Keywords von Analytics & Co. exakt ausgewiesen werden können.
  • Auch das komplette Wegfallen von Keywords aus Suchanfragen ist denkbar.
  • Letztendlich sollten als Webmaster die oben genannten Tipps beherzigt werden und die diesbezüglichen Geschehnisse genau verfolgt werden.
  • Erst wenn man die genauen Gründe für Googles vorgehen kennt, kann man konkrete und umfassende Schritte setzen. Möglicherweise wird es bald sinnvoll sein, in kostenpflichtige Premium-Tools zu investieren. Möglicherweise aber auch nicht...
  • Jedenfalls sollte aktuell und künftig die SEO-Arbeit nicht auf einzelne "Money-Keywords" beschränkt werden und qualitativ hochwertige Inhalte sowie eine ausreichende Benutzerfreundlichkeit (Usability) der Website gewährleistet werden.

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