Wie deinstalliert man ein Computerprogramm?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Im ersten Schritt muss verstanden werden, welche Prozesse bei der Installation ablaufen.

Wenn Programme auf dem heimischen Computer nicht mehr benötigt werden, dann kann diese Software im Normalfall deinstalliert werden. Häufig kommt es vor, dass besonders veraltete oder nicht mehr aktuelle Software längst durch dementsprechend neuere Programme ersetzt, die alte Software jedoch nicht ordnungsgemäß deinstalliert wurde. Das folgende Tutorial beschreibt und erklärt die Anwendungsschritte, welche zum Deinstallieren eines Programmes notwendig sind. Das regelmäßige Deinstallieren von nicht gebrauchter Software spart Festplattenkapazität und sorgt für ein aufgeräumtes Betriebssystem.
Im ersten Schritt muss verstanden werden, welche Prozesse bei der Installation eines Programmes ablaufen. Denn neben dem Kopieren und Installieren der Programmdateien, wird im Registry-Verzeichnis des Windows Betriebssystems ein Programmeintrag erstellt. Über diese Hintergrundinformation verfügen viele Anwender nicht, jedoch ist diese Kenntnis wichtig, um den gesamten Installationsprozess verstehen zu können. Resultierend aus dieser Erkenntnis liegt auf der Hand, dass es nicht einfach reicht den Ordner des Programmes physikalisch von der Festplatte zu löschen. Die Desktop-Verknüpfungen und die besagten Registry-Einträge bleiben in diesem Fall bestehen, sodass nicht von einer gründlichen Deinstallation gesprochen werden kann.

  1. Zu Beginn des Deinstallationsprozesses sollte im Verzeichnis des zu löschenden Programms nach einer Setupdatei für die Deinstallation gesucht werden. Diese Datei heißt in den meisten Fällen "Uninstall.exe". Wenn eine solche Datei vorhanden ist, dann verläuft der Deinstalltionsprozess äußerst einfach. Durch die Ausführung der Datei wird der komplette Deinstalltionsprozess ausgeführt, sodass sämtliche Daten, Verknüpfungen und Registry-Einträge automatisch entfernt werden. Diese Gründlichkeit basiert auf der Tatsache, dass die "Uninstall.exe"-Datei das genaue Gegenstück zur Installation symbolisiert und vom Programmierer des jeweiligen Programmes erstellt wurde.
  2. Wenn eine solche Datei jedoch nicht vorhanden ist, dann ist eine manuelle Deinstallation von Nöten um das besagte Programm zu entfernen. Hierfür sollte der Anwender im zweiten Schritt die so genannte "Software"-Funktion von Windows nutzen. Die Software-Funktion bietet eine Auflistung aller installierten Programme des Systems. Zu finden ist die Software-Funktion unter folgendem Pfad. 
  3. -> Start -> Systemsteuerung -> Software (Windows XP)
  4. -> Start -> Systemsteuerung -> Programme und Funktionen -> Programme deinstallieren (Windows 7)
  5. Mit Hilfe der Software-Funktion beziehungsweise der Funktion "Programme deinstallieren" kann der Anwender einfach und komfortreich Programme von seiner Festplatte löschen. 
  6. Hierfür muss im dritten Schritt lediglich das Programm gewählt werden und anschließend muss auf den Button "Programm deinstallieren/entfernen" geklickt werden. Der Deinstallationsprozess erfolgt automatisch und es werden sämtliche Daten und Registry-Einträge gelöscht.
  7. Sollte die Windows Software-Funktion seine Dienste verweigern, dann kommt es im vierten Schritt zur kompletten Selbstdeinstalltion. In diesem Fall löscht der Anwender den Programmordner und öffnet anschließend selbstständig die Registry-Datenbank. Die Registry-Datenbank wird wie folgt geöffnet:
  8. -> Start -> Ausführen -> regedit.exe
  9. Anschließend wird der Registrierungs-Editor geöffnet. Nun kann der Anwender nach dem zu löschenden Programm suchen und bestehende Registry-Einträge manuell löschen. Das Löschen sollte jedoch gut überlegt sein und der Anwender muss aufpassen, dass er keine falschen Einträge aus der Registry-Datenbank entfernt.
  10. Wenn alle Einträge aus der Registry-Datenbank entfernt wurde, dann hat der Anwender das zu löschende Programme ordnungsgemäß und vollständig deinstalliert.

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