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Wie funktioniert LTE?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Der neue Mobilfunkstandard verspricht ein noch schnelleres Surferlebnis im Internet.

LTE sorgt derzeit ordentlich für Wirbel. Der neue Mobilfunkstandard verspricht ein noch schnelleres Surferlebnis im Internet. Doch LTE eignet sich auch für den Einsatz zu Hause. Wer es aber nutzen möchte, muss tief in die Tasche greifen.

Die harten Fakten:

  • Schneller als alles andere: LTE kann eine Downloadrate von bis zu 300 Megabit pro Sekunde erreichen. Damit ist es rund sieben Mal schneller als der bisherige Mobilfunkstandard UMTS (ca. 42 MBit/s)
  • Die Frequenzen bewegen sich zwischen 800 und 2600 MHz. In Österreich wurde bisher nur der obere Teil des Frequenzbandes versteigert. Diese gingen an A1, Orange, 3 und T-Mobile, wobei A1 den größten Anteil besitzt.
  • In Deutschland wurden die Frequenzen um 800 MHz bereits versteigert. Hier sicherten sich Vodafone, 02 und T-Mobile Anteile, E-Plus stieg nur im höheren Frequenzband ein.
  • Alle High-End-Smartphones der aktuellen Generation sind LTE-fähig.
  • Dies gilt auch für alle Laptops und Desktop-PCs. Hierbei wird das Signal vom Router umgewandelt, weshalb man beim Kauf keinen speziellen Anforderungen beachten muss.

 

LTE mit dem Smartphone:

  • Will man LTE mit dem Smartphone nutzen, beginnt die Entscheidung schon beim Kauf. In Deutschland kann man etwa mit dem iPhone5 nur im T-Mobile-Netz mit LTE surfen. Man sollte sich also vorher erkundigen, ob das jeweilige Smartphone auch das LTE-Netz benutzen kann.
  • LTE funktioniert derzeit noch nicht flächendeckend. Die unterschiedlichen Anbieter sind dabei, ihr Netz weiter auszubauen. Dadurch, dass der Standard noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es keine Garantie, dass man überall und jederzeit mit LTE surfen kann.
  • Befindet man sich dann in einer LTE-Parzelle, gibt es keine Garantie dafür, dass man wirklich mit Maximalgeschwindigkeit herunterlädt. Die 300 MBit/s wird man wohl nie erreichen, doch auch schon 100 MBit/s sind nicht zwingend schaffbar. Es kommt auch immer darauf an, wie viele User sich noch in der Parzelle befinden.

 

LTE im Heimeinsatz: 

  • LTE kann auch zu Hause statt DSL genutzt werden. Dazu benötigt man jedoch einen geeigneten Router. Die Übertragung funktioniert wie beim normalen WLan. Zusätzlich zum Router kann eine LTE-Antenne gekauft werden, die dann auf dem Dach montiert wird.
  • Aus Hardware-Sicht ist keine Nachrüstung notwendig. Gängige PCs und Laptops dürften keine Probleme mit der Verarbeitung des Signals haben.
  • LTE ist schneller als DSL und deshalb auch teurer. Man muss mit einem Preis von 40 Euro monatlich rechnen.
  • Bis zu 100 MBit/s locken natürlich Downloader zu LTE. Doch sie sollten sich keine Hoffnungen machen, dass ihre Filme oder Musik noch schneller auf dem PC landen. Die Anbieter behalten sich bei hohem Traffic eine Bandbreitendrosselung vor.
  • LTE kann Störungen des DVB-T-Empfangs auslösen. Der Router sollte somit nicht direkt neben der DVB-T-Box platziert werden.

 Gastbeitrag von Manuel Frisch, Experte für LTE / A1.

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