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Wie kann man eine Domain gewinnbringend verkaufen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Wie man aus einer Domain Gewinne erzielen kann.

Sie sind ins Netz gegangen. Wollten ihr breites Produkt- und Dienstleistungsangebot auch auf virtueller Ebene optimal darstellen. Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, der Boom der IT- Industrie und der langsam ins Rollen kommende Siegeszug des Internets bescherten der Wirtschaft Anfang der 90er Jahre geradezu fantastische Aussichten. Neue Zielgruppen sollten angesprochen werden.

Das astronomische Gewinnpotential der weltweit eindeutig zuordenbaren Webseiten (Domains) abgeschöpft werden. Doch die wahren „Gewinner“ sind heutzutage die Domainverkäufer.

Bitte beachten - Fehlerquellen

  • Der Einsteiger denkt die Registrierung von zahlreichen Domains zur gleichen Zeit erhöht die Chancen auf satte Gewinne. Immerhin sind mit der Registrierung einer Website ja auch Kosten verbunden, die gedeckt werden müssen. Er checkt nicht das Verkaufspotential hinter den Namen der Websites und erlebt den Flop des Jahrhunderts.
  • Dazu denkt er sich dann auch noch besonders kreative und fantasievolle lange Webadressen anstelle von kurzen generischen Domains - das sind Domains hinter denen sich Gattungsbegriffe wie pizza.com verstecken - aus.
  • Abgelaufene Adressen/Domains werden gar nicht erst in Betracht gezogen, obwohl hinter diesen sich allein aufgrund so manchen Bekanntheitsgrades und bereits bestehender Verlinkungen (absolut wichtiges Verkaufskriterium) eine vielversprechende Einnahmequelle verbirgt.

 

Nebenjob Domainverkäufer

„Das ist die entspannte Art und Weise in Heimarbeit gutes Geld nebenbei zu verdienen!“ - Im World Wide Web wird der Domainverkauf bereits mehrfach als seriöse Einkommensquelle für Studenten; Rentner oder Hausfrauen angepriesen. Im digitalen Zeitalter auch kein Wunder. Nahezu jeder verfügt mittlerweile über die Grundvoraussetzungen (einen PC mit Internetanschluss beispielsweise) als Domainverkäufer.
Die Zeiten, in denen ausschließlich ein überschaubarer Teil der Wirtschaft sich im Web tummelte, ist längst vorbei.

Jede Privatperson, sei es der Hobbyimker oder der leidenschaftliche Autobastler kann seine Vorlieben heute auf seiner Homepage für die ganze Welt sichtbar machen. Jeder kann sich seine Lieblingsdomain im Handumdrehen registrieren lassen. Allein um die 50 Millionen Domains sind aktuell registriert. Dimensionen, von denen man früher nicht mal zu träumen wagte. Allerdings auch Dimensionen, die ohne das gesteigerte Interesse der Wirtschaft und dem Einzug des Internets in Privathaushalte zur Jahrtausendwende sich so nie entwickelt hätten.

(Ab-) Zocken mit Sex und Bier (in der Hand)?

Es geht um Millionenbeträge. Summen im vier- bis sechsstelligen Bereich. Der Laie mag an dieser Stelle erstmal den Kopf schütteln. Solche ungeheuerlichen Zahlen hätte er im Domainhandel nicht erwartet. Für eine Domain, die keinen materiellen, sondern lediglich ideelen Wert besitzt, solche Summen auf den Tisch zu blättern mag absurd erscheinen. Aber es ist längst Realität. Und es ist eine Vielzahl von Websiten, die sich um Themen wie körperliche Liebe, Glücksspiel oder Alkohol drehen.

 

Websites wie sex. com, Poker.de oder beer.com erzielen mit Abstand weltweit die höchsten Summen im Domainverkauf. Selbst sinnfreie Domains wie pipi.de sind im dreistelligen Bereich gefragt. Diese erzielen allesamt schon 'von Haus aus' guten Website-Traffic, was den Wert natürkich deutlich erhöhrt. In Amerika, bei denen utopische Summen im Millionen/Millardenbereich gang und gäbe sind, ist der Handels mit Internetadressen mittlerweile vergleichbar wie mit dem Wertpapierhandel oder dem Immobilienmarkt.


Ein Grund mehr auf diesen lukrativen Zug aufzuspringen und vom Domainhandel zu profitieren?

Grundkurs Domainverkauf

Reib Dir nicht zu früh die Hände. Die Dollarzeichen in Deinen Augen sind noch keine Garantie dafür, dass aus Dir einmal ein erfolgreicher Domainverkäufer wird. Auch die Tatsache, dass Du 24 Stunden im Internet surfst bedeuten letztendlich nicht, dass Du Fehler begehst, die deine Verkaufsstatistik trüben.


Um ein erfolgreicher Domainverkäufer zu sein, reicht es nicht aus, einen PC mit Internetanschluss zu besitzen und sich zahlreiche Fantasienamen für einen Domain auszudenken. Hier entstehen bereits die ersten Fehlerquellen.

Schritt-für-Schritt zum Adressenhändler

Mit ein bisschen Köpfchen lässt sich aber auch für Nicht-Profis dieses Geschäftsfeld im Handumdrehen erobern.
Du musst dabei in Deinen Überlegungen nur ganz systematisch vorgehen:

  1. Domain-Registrar: Als erstes suchst du dir im netz einen Domainanbieter, bei dem du möglichst kostengünstig Domains registrieren kannst. Dieser sollte auch ein paar hilfreiche Tools, die Du als Domainhändler benötigst, bereitstellen. Eine solche Seite ist z.B. United Domains.
  2. Einfache Namen: Willst Du eigene Domains registrieren, denk Dir keine langen Fantasiegebilde aus. Einfache Gattungsbegriffe sind am gefragtesten. Wer will schließlich schon lange Namen mit tausend Sonderzeichen, bei denen die Gefahr besteht. Sich zu vertippen, in die Browserzeile eintippen. Der User möchte ohne Umschweife auf eine Website gelangen.
  3. Recherche über abgelaufene Domains: Du musst Dir aber auch gar nichts ausdenken, wenn Du nicht willst. Auf alte Pferde setzen, ist ohnehin viel gescheiter. Abgelaufene bzw. gelöschte Domains, die seinerzeit einen gewissen Bekanntheitsgrad genossen, kannst Du reaktivieren. Spezielle Seiten wie z.B. Spydom.de ermöglichen Dir Einblicke zu vielen wertvollen abgelaufenen Webseiten. In tabellarischer Form erhältst Du alle Eckdaten. Kriterien wie der Google Pagerank, das Domainalter und die Anzahl der Backlinks sind dabei schon berücksichtigt. 
  4. Der Domain Schnelltest: Ein nützliches Tool, dass Du in jedem Fall heranziehen solltest, ist der „Domainwert-Schnelltester“. Du brauchst nur Deinen gewünschten Domainnamen eingeben und der Tester verrät dir nach der Auswertung von sprachlichen Vorteilen, der optimalen Länge etc.) den geschätzten Verkaufswert, den Du damit erzielen kannst. Aber Vorsicht: Eine Garantie, dass dann dieser Wert unbedingt erzielt werden muss, gibt es natürlich nicht. 
  5. Auf zum Marktplatz: Nach dieser Vorarbeit kannst Du dich dann auf den Marktplatz begeben. Im World Wide Web gibt es eine ganze Fülle von Domainhandelsbörsen. In Deutschland genießt nur eine Monopolstellung: Sedo. Dort kannst Du dich mit einem Account kostenlos registrieren. Die Börse übernimmt alle Verkaufsmodalitäten, so dass Du in aller Ruhe Deinen Geschäften nachgehen kannst. Dafür fallen allerdings bei erfolgreichem Domainverkauf auch Gebühren an.

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