Foto: asklubo.com / Gerd Weichhaus

Wie man den Emulator DOSBox einrichtet und nutzt

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Mit einem sogenannten Emulator können Betriebssysteme oder gar andere Computer auf einem Windows-Rechner emuliert werden.

Mit einem sogenannten Emulator können Betriebssysteme oder gar andere Computer auf einem Windows-Rechner emuliert werden. Diese Emulatoren eignen sich sehr gut dafür, beispielsweise Programme zu nutzen, die auf Windows bzw. dem auf dem aktuell verwendeten Rechner sonst nicht lauffähig wären.

 

Das Programm DOSBox ist so ein Emulator. Mit dieser Software können ältere Programme aus der Zeit von MS-DOS auch auf neueren Computern genutzt werden.

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So richtet man die DOSBox ein

Als Erstes laden Sie sich das Programm DOSBox auf Ihren Computer herunter. Verwenden Sie dafür einfach den hier angegebenen Downloadlink.

 


Nach dem Download starten Sie das Installationsprogramm. Folgen Sie zur Installation einfach den Anweisungen. Die vom Programm vorgegebenen Einstellungen können Sie einfach übernehmen.

 


Beenden Sie die Programminstallation durch einen Klick auf den Button „Close“. DOSBox ist nun auf Ihrem Computer installiert. Das Programmicon finden Sie auf Ihrem Desktop.


Wenn Sie wollen, können Sie das Programm schon starten. Allerdings werden Sie damit im Moment noch nicht viel anfangen können, da Sie den Emulator noch konfigurieren müssen. Im Startmenü des Programmordners finden Sie unter „Options“ und „DOSBox XXX Options“ die Datei „dosbox XXX.conf“ die sogenannte Konfigurationsdatei des Emulators. Hier können verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. Beispielsweise ist es so möglich, die Laufwerkseinstellungen sowie verschiedene Einstellungen für die Hardwarekonstellation des emulierten DOS-Rechners vorzunehmen.

 


Um Programme starten zu können, die sich auf der Festplatte des Computers befinden, müssen Sie zunächst deren Speicherort in DOSBox angeben. Man nennt dies auch „mounten“. Am besten ist es, wenn Sie dazu einen entsprechenden Eintrag in der geöffneten Konfigurationsdatei vornehmen. Scrollen Sie dazu an das Ende der Konfigurationsdatei und tragen Sie Folgendes ein: mount c: c:\dosordner. Für „dosordner“ verwenden Sie natürlich den tatsächlichen Ordnernamen des Verzeichnisses auf Ihrer Festplatte. Falls er noch nicht vorhanden ist, können Sie natürlich auch einen Ordner anlegen, in dem Sie alle Programme speichern, die Sie unter DOSBox nutzen möchten.


Natürlich können Sie unter DOSBox auch CD-Laufwerke oder Diskettenlaufwerke nutzen. Diese mounten Sie wie folgt: mount f: f:\ -t cdrom. Für den zweiten Laufwerksbuchstaben müssen Sie allerdings den tatsächlichen Laufwerksbuchstaben Ihres CD-Laufwerks einsetzen. Das „f:“ direkt hinter dem Mount-Befehl können Sie dagegen auch durch einen anderen Buchstaben ersetzen (beispielsweise d:).


Ein eventuell vorhandenes Diskettenlaufwerk mounten Sie mit dem Befehl: mount a a:\ -t floppy. Diese Befehle fügen Sie immer am Ende der Konfigurationsdatei ein (siehe Bild). Vergessen Sie aber nicht, die Konfigurationsdatei vor dem Starten von DOSBox zu speichern, da sonst die Änderungen nicht wirksam werden.


Bitte beachten Sie: Möchten Sie Spiele oder andere Programme unter DOSBox installieren, müssen Sie ebenfalls ein Festplattenlaufwerk bzw. einen Ordner unter DOSBox mounten, damit der Emulator die Installationsdateien in diesem Ordner speichern kann. Für DOSBox ist das Verzeichnis auf der lokalen Festplatte (z. B. c:\dosordner) ein Laufwerk (z. B. c:).


Nach dem Mounten der Laufwerke zeigt DOSBox diese nach dem Programmstart an (siehe Bild). Den in DOSBox angezeigten Laufwerksbuchstaben „Z:\“ können Sie ändern, indem Sie den Laufwerksbuchstaben eingeben, auf dessen Laufwerk Sie wechseln möchten, indem Sie einfach z. B. „c:“ eintippen unter auf Enter drücken.


Falls sich die von Ihnen im DOS-Ordner in einem Unterverzeichnis befinden, geben Sie einfach den Befehl „cd“, gefolgt vom Ordnernamen, ein (z. B. "cd spiele"). Anschließend können Sie das gewünschte Programm durch die Eingabe dessen Dateinamens starten.


Noch ein Tipp zum Schluss: Den Ordnerinhalt können Sie sich durch die Eingabe des Befehls „dir“ jederzeit anzeigen lassen.

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