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Wie schützt man einen Computer vor Viren?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Meist merkt man es erst viel zu spät: Viren, Würmer, Trojaner und andere schädliche Software...

Meist merkt man es erst viel zu spät: Viren, Würmer, Trojaner und andere schädliche Software nistet sich unbemerkt auf dem eigenen PC ein und richtet dort im Hintergrund Schaden an. Da wird dann plötzlich der eigene Rechner unbemerkt zum Versender tausender Spam-Emails oder wird sogar unbemerkt nach sensiblen Informationen wie Bank-Verbindungen oder Kreditkarten-Daten ausgespäht - bis dann irgendwann gar nichts mehr geht und das System so instabil läuft, dass es neu installiert werden muss. Dann aber ist der eigentliche Schaden längst angerichtet. Wirklich schützen kann sich also nur, wer sich bereits gegen das Eindringen der Schadprogramme zu wehren weiss. Wie das genau geht, erfahren Sie hier.

  • Ein einfaches Anti-Viren Programm reicht zum vollständigen Schutz vor Schädlingen allerdings nicht aus, da auch diese nicht immer jeden Virus erkennen und entfernen können. 
  • Tatsächlich ist oft das Verhalten des Benutzers weitaus wichtiger für die Sicherheit des Computers als die Qualität der Anti-Viren Software.

Computer vor Viren schützen

  1. Verwenden Sie sichere Software. -  Ganz egal ob Windows, Mac OS oder Linux: Jedes moderne Betriebssystem bietet eine Möglichkeit, die Systemsoftware automatisch auf dem aktuellen Stand zu halten. Diese abzuschalten, weil das Herunterladen und Installieren von Updates als zu mühsam empfunden wird, ist fatal: Die Sicherheitslücken, die diese Aktualisierungen schließen, sind eines der größten Einfallstore für Viren, Würmer und andere Schädlinge. Neuere Windows Versionen bieten schon bei der ersten Einrichtung an, automatische Updates zu aktivieren. Sollten Sie dies abgelehnt oder die Funktion später ausgeschaltet haben, können Sie sie jederzeit in den Systemeinstellungen unter "Automatische Updates" wieder aktivieren.
  2. Doch auch die Software, die Sie zusätzlich zum eigentlichen Grundsystem installiert haben, sollten Sie auf dem aktuellsten Stand halten. Dabei bieten die meisten Programme die Möglichkeit, Sie automatisch über neue Versionen zu informieren. Zudem lohnt es sich, ab und an einen Blick auf die Internetseite des Herstellers zu werfen, um zu prüfen, ob dieser dort eine Aktualisierung anbietet.
  3. Einige Programme haben grundsätzlich den Ruf, unsicher zu sein. Dazu zählt beispielsweise der Internet Explorer, den Microsoft zusammen mit Windows ausliefert. Alternativen wie Firefox, Google Chrome und Opera werden deutlich seltener als Einfallstor für Viren genutzt - ein Wechsel ist daher unbedingt ratsam.
  4. Verhalten Sie sich verantwortungsbewusst. - Das Internet ist ein zweischneidiges Schwert: Neben einer unfassbaren Fülle an nützlichen Informationen und Angeboten steht eine mindestens genau so große Menge an betrügerischen Inhalten und schädlicher Software. So müssen Viren zum Beispiel nicht zwangsläufig durch eine technische Lücke in Ihr System gelangen: Viele Dateien in so genannten Tauschbörsen sind mit Viren verseucht und warten nur darauf, vom Benutzer freiwillig auf sein System geladen zu werden. Daher gilt: Laden Sie Dateien nur von absolut vertrauenswürdigen Quellen herunter, Tauschbörsen und dubiose Download-Portale gehören definitiv nicht dazu. Gleiches gilt auch für eMails und deren Anhänge: Öffnen Sie grundsätzlich nur, was von einem bekannten Absender kommt. Viele moderne Web-Mail Dienste wie GMX, Google Mail und Web.de prüfen eingehende Nachrichten mittlerweile automatisch auf Viren und bieten so zusätzliche Sicherheit.
  5. Verwenden Sie einen Viren-Scanner. - Der Viren-Scanner ist die letzte Barriere zwischen dem Schad-Programm und Ihrem System. Wenn Sie die ersten beiden Schritte verinnerlichen und gewissenhaft einhalten, sollte er so gut wie nie Alarm schlagen. Dennoch ist er wichtig, um eventuell noch nicht mit Aktualisierungen behobene Sicherheitslücken abzudecken. Der Markt für Virenscanner ist riesig und die meisten von ihnen kosten Geld. Dabei zahlen Sie meist für eine Art Abo, mit dem Ihr Virenscanner regelmäßig über neue Viren informiert wird, damit er diese aufspüren kann. Doch es gibt auch Produkte wie AntiVir von Avira. Hier sind sowohl das Programm als auch die Aktualisierungen kostenlos, so lange Sie versichern, die Software nicht für gewerbliche Zwecke einzusetzen. Solche kostenlosen Programme, genau wie Microsofts eigener Viren-Schutz "Security Essentials", sind in den meisten Fällen mehr als ausreichend.
  6. Die alte Weisheit "Doppelt hält besser" gilt übrigens nicht für Viren-Scanner: Installieren Sie hier zwei verschiedene Produkte, so steigert dies nicht Ihre Sicherheit sondern kann das System extrem langsam werden lassen, da beide Programme für einen optimalen Schutz tief in das System eingreifen müssen und sich dabei schnell in die Quere kommen können.
  7. Abschließend gilt: Sicherheit vor Viren und anderen Schädlingen am PC ist nur dann möglich, wenn alle Punkte zur Anwendung kommen. Der beste Viren-Scanner der Welt kann einen vollkommen unvorsichtigen Benutzer nicht schützen und noch der vorsichtigste Benutzer wird auf einen Viren-Scanner nicht verzichten können. Kommt aber beides zusammen, so können Sie beruhigt und sicher die Arbeit am Computer genießen.

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