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Zeitsteuerung für den PC nutzen? - Was muss man tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Computer arbeiten mittels Zeitsteuerung. Wie das genauer Funktioniert ist dabei sehr interessant

Computer können heutzutage automatisch hoch- und runterfahren, oder zu vorgegebenen Zeiten Anwendungen ausführen. Zeitsteuerung nennt sich dies und kann einem die Arbeit erheblich erleichtern, wenn man es richtig angeht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den PC automatisch zu steuern, da wäre erst mal die rein zeitgebundene, dann die prozessorientierte Steuerung, und zuletzt die Hardware gebundene Steuerung. Die benötige Software, die Einstellungen im Betriebssystem und eventuell benötigte Hardware werden im Laufe des Artikels Schritt für Schritt besprochen.

  • Microsofts Betriebssysteme ab Windows XP lassen sich bereits mit Bordmitteln zeitsteuern, jedoch ist dies nicht ganz einfach und es gibt Einschränkungen.
  • In den Systemprogrammen findet sich die Steuerung „geplante Tasks“, über die man den automatischen Start von Anwendungen einrichten kann. Mit etwas Geschick lässt sich so auch ein Script einrichten, dass den Computer zu einer vorgegebenen Zeit herunterfährt.
  • Weiter ins Detail gehen kann man hier leider nicht, ebenso wenig lässt sich der Computer so zu einem bestimmten Zeitpunkt starten.

  • Einfacher und viel umfangreicher ist die Steuerung per externe Software, denn außer dem Programm benötigen Sie keine weiteren Hilfsmittel, und es stehen viel mehr Optionen zur Verfügung.
  • Bewährt hat sich hier das kostenlos nutzbare Tool „Shutdown Timer“ von Sinvise Software. Die Software läuft auf allen gängigen Microsoft Betriebssystemen ab Windows XP, und ermöglicht das erstellen von Profilen, die zu festgelegten Zeitpunkten die Steuerung des Computers übernehmen.
  • So lassen sich mit wenigen Mausklicks ganz bequem die Einstellungen für das automatische runterfahren einrichten und über die Speicherfunktion im Kalender sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Shutdown Timer:

  1. Weiterhin lassen sich mit dem Shutdown Timer auch Prozess gebundene Anweisungen erstellen.
  2. Die Software kann so die Auslastung des Netzwerks oder des Prozessors überwachen, und nach Abschluss einer rechenintensiver Anwendung oder dem kopieren großer Dateimengen über das Netzwerk den Computer automatisch herunterfahren.
  3. So ist der Anwender nicht gezwungen, stundenlang auf die Abarbeitung so zeitintensiver Tasks zu warten nur, um zum Abschluss den Computer herunterzufahren, sondern kann sich anderen Aufgaben widmen und den PC unbeaufsichtigt arbeiten lassen.
  4. Doch das ist nicht alles, denn Shutdown Timer kann zu einer voreingestellten Zeit auch jede beliebige Anwendung starten. So lässt sich der Computer auch so konfigurieren, dass er jede Nacht um 2 Uhr eine Backup-Software startet, und sich nach deren Abschluss selbst wieder herunterfährt.
  5. Was früher wertvolle Anwenderzeit kostete, geschieht nun gänzlich unbemerkt im Hintergrund.

 

BIOS:

  1. Eine weitere Möglichkeit zur Zeitsteuerung von Computern bietet sich im BIOS mit der „Wake on LAN“ (WOL) Funktion.
  2. Dieses muss manuell im BIOS aktiviert werden, man erreicht das Setup, indem man beim Starten des Computers eine vorgegebene Taste wie F10 drückt. Ist am Computer WOL aktiviert, ändert dies zunächst nichts.
  3. Jedoch kann der Computer nun von jedem Rechner, der sich im gleichen Netzwerk befindet, per Netzwerksignal gestartet werden.
  4. Diese Einstellung kann automatisch programmiert sein, kann aber auch jederzeit manuell ausgeführt werden. So lässt sich ein Firmenrechner an einem anderen Standort nach Bedarf starten, ohne das ein Mitarbeiter vor Ort Hand anlegen, muss.

 

Fazit:

  • Kurz gesagt - Zeitsteuerung ist möglich mittels Software, über das Betriebssystem oder über die Hardware, das BIOS.

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