Foto: Shutterstock.com

Arten von Festplatten? Das sind sie

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Es gibt mehrere unterschiedliche Festplatten mit verschiedenen Eigenschaften.

Festplatten gehören zu den sogenannten Massenspeichern. Auf der Festplatte werden sowohl Daten als auch Programmmacher vom Computer abgespeichert. Wird der Computer neu gestartet, so lädt er das Betriebssystem ebenfalls von der Festplatte in den Arbeitsspeicher. Außerdem wird die Festplatte verwendet, um Daten temporär auszulagern. Festplatten gibt es beinahe so lange wie Computer. Natürlich gibt es inzwischen mehrere unterschiedliche Arten von Festplatten. Zwar arbeiten vom Prinzip her alle Festplatten gleich, allerdings unterscheiden sie sich zum Teil erheblich in der Geschwindigkeit und natürlich in den verwendeten Schnittstellen. Heute werden in der Regel zwei verschiedene Schnittstellen für Festplatten verwendet: die sogenannte IDE-Schnittstelle und der SATA-Anschluss.

Wichtige Hinweise

  • Mittlerweile Standard geworden und in den meisten Computern verwendet ist der sogenannte SATA-Anschluss. Diese Abkürzung steht für "Serial Advanced Technology Attachment". Diese Schnittstelle stellt eine neuartige Kommunikation zwischen der Hauptplatine des Computers (Mainboard) und der angeschlossenen Festplatte dar.
  • Zwar sind die Steuerbefehle zwischen Mainboard und der Festplatte prinzipiell die gleichen wie bei der zuvor verwendeten IDE-Schnittstelle. Allerdings erfolgt hier die Datenübertragung zwischen dem Computer und der Festplatte nicht mehr über ein paralleles Kabel mit 40 oder 80 einzelnen Leitungen, sondern nur noch über vier einzelne Leitungen.
  • Die Datenübertragung erfolgt bei der SATA-Schnittstelle nicht mehr parallel, sondern seriell. Trotzdem können mit dieser Schnittstelle Datenübertragungen zwischen Computer und Festplatte mit einer Geschwindigkeit von 150 MB/s stattfinden.
  • Eine weitere wichtige Neuerung ist die Funktion des sogenannten "Hot-Swappings". Dank dieser Funktion kann die Festplatte auch bei eingeschaltetem Computer an das Mainboard angeschlossen oder von diesem getrennt werden, wie man dies schon vom USB-Anschluss her kennt.
  • Von der SATA-Schnittstelle gibt es mittlerweile eine zweite Version mit einer verdoppelten Bandbreite. Diese Schnittstelle wird auch häufig als SATA 300 oder auch SATA II bezeichnet.
  • Im Gegensatz zur IDE-Schnittstelle steht bei der SATA-Schnittstelle für jedes angeschlossene Gerät eine eigene Schnittstelle zur Verfügung. Dies macht sich natürlich auch in der Bandbreite der zu übertragenden Daten positiv bemerkbar.
  • Etwas älter als die SATA-Schnittstelle ist die schon erwähnte IDE-Schnittstelle (Integrated Drive Technology). Hier erfolgt die Datenübertragung über wesentlich mehr einzelne Leitungen parallel. Auch dieser Standard ist noch in vielen Rechnern enthalten und man bekommt noch problemlos Festplatten mit dieser Schnittstelle.
  • Diese Schnittstelle wird übrigens auch von CD- und DVD-Laufwerken verwendet. Häufig ist es so, dass zwei Geräte (zum Beispiel eine Festplatte und ein CD-ROM-Laufwerk) an eine IDE-Schnittstelle angeschlossen werden.
  • Die IDE-Schnittstelle erreicht eine Datenübertragungsrate von bis zu 33 MB/s bei der Verwendung eines 40-poligen Kabels. Neuere Versionen der Schnittstelle mit einem 80-poligen Verbindungskabel erreichen Datenraten von bis zu 133 MB/s.
  • In Servern häufig eingesetzt wird der sogenannte SCSI-Standard (Small Computer System Interface). Früher bot diese Schnittstelle häufig einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der IDE-Schnittstelle.
  • Allerdings sind die Festplatten mit dieser Schnittstelle auch deutlich lauter und teurer als die Festplatten mit den beiden anderen Schnittstellen.

Kommentare