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Besonderheit von Spiegelreflexkameras? - Ein Überblick

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Profis der Fotografie schwören meistens auf Spiegelreflexkameras. Warum eigentlich?

Fotografen, egal ob Profis oder Amateure, verwenden in den meisten Fällen Spiegelreflexkameras für ihre Arbeit. Natürlich hat dies auch seinen Grund. Spiegelreflexkameras sind erstens universeller einzusetzen, da sie die Möglichkeit bieten, Wechselobjektive zu verwenden, was bei Kompaktkameras in der Regel nicht der Fall ist. Natürlich gibt es darüber hinaus noch weitere technische Unterschiede zwischen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras.

Einige Fakten im Überblick

  • Wie der Name der Spiegelreflexkamera schon vermuten lässt, spielt bei dieser Bauart ein Spiegel eine namensgebende Rolle. Dazu soll an dieser Stelle die Funktionsweise der Spiegelreflexkamera erläutert werden.
  • Durch ein Wechselobjektiv wird das aufzunehmende Objekt zunächst einmal durch eine mehr oder weniger komplizierte Optik auf den Sucher der Kamera umgeleitet. Dies geschieht im Wesentlichen genau durch den schon erwähnten Spiegel.
  • Das Bild kann so vor der Aufnahme durch den Sucher der Kamerad betrachtet werden. Natürlich ist diese Vorgehensweise notwendig, um eventuelle Einstellungen vor der Aufnahme vornehmen zu können (zum Beispiel die Brennweite und den Fokus).
  • Wird nun das Bild aufgenommen, indem auf den Auslöser gedrückt wird, klappt der Spiegel nach oben und das aufzunehmende Objekt gelangt auf den Aufnahmechip der Kamera und wird damit auf die Speicherkarte aufgezeichnet.
  • Dieser ganze Vorgang kann entweder nur einen Bruchteil einer Sekunde dauern oder auch wesentlich länger. Dies hängt von der eingestellten Belichtungszeit der Kamera ab.
  • Ist die Aufnahme beendet, so klappt der Spiegel wieder in seine Ausgangsstellung zurück und die Kamera ist bereit für die nächste Aufnahme. Durch diesen Vorgang entsteht übrigens auch das charakteristische Geräusch des Auslösens einer Spiegelreflexkamera.
  • Für den Profibereich prädestiniert sind Spiegelreflexkameras aus mehreren Gründen. Einer davon ist die schon erwähnte universelle Einsetzbarkeit von verschiedenen Objektiven für Makroaufnahmen oder Teleobjektiven, um nur ein mal ein paar Arten zu nennen. Diese Objektive können in der Regel bei mehr oder weniger allen Spiegelreflexkameras eines Herstellers problemlos untereinander ausgetauscht werden.
  • Dadurch hat der Fotograf die Möglichkeit, schon vorhandene Objektive auch beim Kauf einer neueren Kamera des gleichen Herstellers weiter zu verwenden. Da die Objektive nicht selten genauso teuer oder sogar teurer sind als die Kamera selbst (der sogenannte Kamera-Body), lässt sich dadurch unter Umständen viel Geld sparen.
  • Außerdem besitzt eine Spiegelreflexkamera in den meisten Fällen einen größeren Bildsensor. Durch die größere Fläche des Sensors kann die entstehende Wärme bei der Aufnahme besser abgeleitet werden.
  • Der größere Chip bietet deshalb einen Vorteil, da bei zunehmender Erhitzung des Bildsensors auch das Bildrauschen zunimmt. Vor allem bei den kleineren Kompaktkameras stellt dieses Bildrauschen oft ein Problem dar.
  • Spiegelreflexkameras sind hier wesentlich unempfindlicher, sofern ein möglichst niedriger ISO-Wert beim Fotografieren auch bei schlechten Lichtverhältnissen verwendet wird.

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