Foto: Shutterstock.com

Fernsehen ohne Anschluss? - So geht's

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Nicht alle Häuser in Deutschland werden mit einem Kabelanschluss ausgestattet.
nbsp; Tatsächlich sind es sogar nur weniger als die Hälfte der Haushalte, die über einen analogen (veraltet) oder digitalen Kabelanschluss versorgt werden. Dieser ist zum Fernsehen aber auch gar nicht nötig, denn es gibt genug Alternativen, um die gesamte Vielfalt des Fernsehprogramms inklusive HDTV-Kanälen zu genießen.

Fernsehen ohne Anschluss - Die Varianten

Alternative 1 - DVB-S:

  • Beim Fernsehen ohne Anschluss ist DVB-S (das S steht für Sattelite) die beste Alternative. Die Programmvielfalt ist je nach angesteuertem Satelliten sogar höher als bei den Kabelanschlüssen und HD wird ebenfalls in vollem Umfang unterstützt.
  • Außerdem muss man für das Fernsehen ohne Anschluss abgesehen von den allgemeinen Fernseh- und Rundfunkgebühren keine weiteren Kosten tragen. Einziger Nachteil: Anschaffung und Installation einer modernen Satellitenanlage sind nicht ganz billig und günstige Anlagen werden bei Gewitter oder Stürmen von Störungen geplagt.


Alternative 2 - DVB-T:

  • Wenn es um Fernsehen ohne Anschluss geht ist DVB-T leider mehr eine Notlösung als wirklicher Fernsehgenuss. Rein technisch ist der terrestrische Standard sogar ausgereifter als die ältere Satelittentechnologie, mit einem Upgrade auf DVB-T2 wäre sogar die Ausstrahlung von HD-Kanälen kein Problem.
  • Die geringe Verbreitung und die kleine Programmvielfalt (meist sind nur die öffentlich-rechtlichen Programme empfangbar) machen die Ausstrahlung aber unattraktiv für Nutzer und Sender.
  • Ein weiteres Problem sind die LTE-Frequenzen, die im selben Frequenzraum liegen, wie die ursprünglich für DVB-T geplanten Senderblöcke. Preislich ist DVB-T aber günstig, Zimmerantennen bekommt man schon für wenige Euro.


Alternative 3 - IP-TV:

  • Theoretisch gesehen ist IP-TV kein Fernsehen ohne Anschluss, da das Fernsehsignal einfach über den Internetanschluss gesendet wird und man für diesen selbstverständlich auch Gebühren bezahlen muss.
  • Durch den zusätzlichen Datenstrom ergeben sich allerdings ein paar Vorteile, denn man kann neben dem Fernsehen im Internet surfen, sich Zusatzinformation über Filme herunterladen oder mit Freunden chatten, während man seine Lieblingsserie schaut. Für IP-TV gibt es noch keine wirklichen Standards, jeder Anbieter kocht sein eigenes Süppchen und selbst Fernseher, die mit Unterstützung der modernen Übertragungstechnologie angepriesen werden, benötigen meist eine spezielle Set-Top-Box oder einen HD-Receiver.
  • Zudem werden für IP-TV neben der recht hohen Grundgebühren zusätzliche "Programmpakete" berechnet, so dass eine ausreichend große Programmvielfalt entsprechend teuer wird.

Kommentare