Impedanz bei Lautsprechern - was sollte beim Anschluss an Verstärkern beachtet werden?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Sie sollten beim Anschließen von Lautsprechern an Verstärker einige Dinge beachten.

Damit Lautsprecher und Verstärker zusammen richtig funktionieren, müssen beim Anschluss einige Dinge beachtet werden. Hierbei geht es nicht nur um die Leistungsabgaben von Verstärkern und Lautsprecherboxen, sondern vor allem auch um die sogenannte Impedanz. Diese wird häufig auch als Wechselstromwiderstand bezeichnet. Die Impedanz bezeichnet das Verhältnis der elektrischen Spannung an einem Verbraucher zum aufgenommenen Strom. Die Impedanz wird genauso wie der elektrische Widerstand in Ohm angegeben. Neben der Leistungsabgabe finden Sie auf Lautsprecherboxen und an Verstärkern auch den angegebenen Wert der Impedanz. In den meisten Fällen beträgt diese entweder 4 Ohm oder 8 Ohm.

  • Um weder Ihren Verstärker bzw. Ihre Stereoanlage noch die verwendeten Lautsprecherboxen zu gefährden, sollten Sie beim Anschließen neuer Lautsprecherboxen immer auf die korrekten Werte achten. Besonders eine zu geringe Impedanz der verwendeten Lautsprecherboxen an einen Verstärker kann dazu führen, dass die Endstufe des Verstärkers beschädigt wird.
  • Beim Anschließen der Boxen an Ihre Stereoanlage oder den Verstärker sollten Sie weiterhin darauf achten, dass die angeschlossenen Lautsprecherboxen nicht verpolt werden. Zwar entsteht hierdurch kein direkter Schaden, allerdings leidet der Klang Ihrer Anlage darunter, wenn beide Lautsprecherboxen unterschiedlich gepolt angeschlossen werden.

Darauf ist zu achten

  • Die Impedanz der Lautsprecherboxen sollte den vorgegebenen Wert des Verstärkers niemals unterschreiten. Besitzen Sie beispielsweise einen Verstärker, der für den Betrieb mit 8-Ohm-Lautsprechern vorgesehen ist, dürfen Sie niemals Lautsprecherboxen mit einer Impedanz von 4 Ohm an diesem Verstärker verwenden.
  • Durch diese Lautsprecherboxen würde ein zu hoher Strom fließen, der dazu führen kann, dass die Endstufe vom Verstärker überlastet wird.
  • Auch eine Parallelschaltung mehrerer Lautsprecher verringert die Impedanz der Gesamtschaltung. Auch dies sollten Sie beim Anschluss von Lautsprecherboxen an einen Verstärker beachten. Besitzen Sie beispielsweise zwei Lautsprecherboxen mit einer Impedanz von jeweils 4 Ohm, so würde sich die Gesamtimpedanz bei einer Parallelschaltung auf etwa 2 Ohm reduzieren (rein rechnerisch).
  • Durch diesen verringerten Gesamtwert kann Ihre Endstufe im Verstärker beschädigt werden. Möchten Sie dennoch aus irgendeinem Grund mehrere Lautsprecherboxen an einem Verstärkerausgang betreiben, dann können Sie hier eine Reihenschaltung bei den Lautsprecherboxen in Betracht ziehen. Generell ist aber diese Vorgehensweise weniger empfehlenswert.
  • Natürlich sollten auch die Leistungsangaben der Lautsprecherboxen ( in Watt) mit denen des Verstärkers zusammenpassen. So soll Sie es vermeiden, dass Lautsprecherboxen mit einer geringen Ausgangsleistung an einem Hochleistungsverstärker betrieben werden.
  • Die Lautsprecherboxen dürfen ruhig eine etwas höhere maximale Leistung besitzen als der verwendete Verstärker.
  • Ist jedoch die Leistung der Lautsprecherboxen wesentlich höher als die Ausgangsleistung des Verstärkers, kann es bei höheren Lautstärken passieren, dass der Verstärker überlastet wird. Durch diese Überlastung kann es vorkommen, dass der Verstärker unter Volllast eine Gleichspannung abgibt, die für die Lautsprecherboxen ebenfalls schädlich ist.

Artikel Bewertung

Wie hat Dir der Artikel gefallen? War die Information nützlich? Hier kannst Du bewerten!

Kommentare