Foto: Shutterstock.com

Internet Fasten? - Das ist gemeint

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Beim Internet-Fasten verzichtet man nicht auf das Essen, sondern entzieht sich dem Internet.

Einige Hinweise zur Erklärung

  • In fast jedem Haushalt sind ein PC und auch ein Internetzugang vorhanden. Oft wird es einem selbst gar nicht bewusst, wie viel Zeit man mit dem Surfen im Internet verbringt. Dadurch wird leider auch oft viel zu spät gemerkt, dass man bereits eine Abhängigkeit entwickelt hat. Dabei verbringt man seine Zeit lieber vor dem PC, anstatt sich mit seiner Familie, den Freunden, oder anderen realen Sachen zu beschäftigen.
  • Da dem Internet und auch gerade den Communitys ein zum Teil schon höheres Suchtpotential wie Alkohol zugeschrieben wird, kann das Internet-Fasten eine gute Methode sein, um seine eigene Abhängigkeit zu testen. Während der normalen Fastenzeit bleiben also der Rechner und auch der Laptop aus. Da auch die meisten Handys für das Netzt genutzt werden können, sollte auch das Mobiltelefon während dieser Weg beiseitegelegt werden.
  • Oft merkt man dann sehr schnell, dass einem etwas fehlt. Man hat Angst, bei Facebook die neuesten Mitteilunge der Freunde zu verpassen, man kann keine E-Mails verschicken, das Onlinespiel ist tabu, und auch der Chat mit Freunden oder Fremden findet nicht mehr statt.
  • Stattdessen hat man nun wesentlich mehr Zeit für sich selbst, und für Dinge, die um einen herum passieren. Man ist wieder mit sich selbst beschäftigt, was leider oft gar nicht mehr möglich ist, denn man weiß nichts mehr mit sich anzufangen. Langeweile kommt auf.
  • Falls man dies selbst beim Internet-Fasten merkt, sollte man sich ernsthaft überlegen, den Konsum wenigstens einzuschränken, und sich mehr auf das reale Leben zu konzentrieren. Denn auch Stress kann durch das viele Surfen im Internet verstärkt werden. Stundenlanges konzentriertes starren auf den Monitor, stumpfes hin und her klicken, gehören dann zum Alltag einfach dazu.
  • Gerade Teenager leidet oft richtig, wenn man ihnen das Internet oder das Handy entzieht. Sie fühlen sich von der Welt abgeschnitten und merken gar nicht mehr, dass sie in Wirklichkeit erst dann wieder mit ihrer Umgebung richtig verbunden sind. Das Internet-Fasten kann also sehr sinnvoll sein, um wieder zum wirklich Wichtigen zurückzufinden, sich wieder mit Freunden für einen schönen Abend zu verabreden, oder einfach mal persönlich bei der Nachbarin zu klingeln, anstatt sie virtuell bei Facebook anzustupsen.
  • Wer beim Internet-Fasten aber wirklich starke Probleme bekommt, unruhig und sogar aggressiv wird, der sollte sich nicht schämen, und professionelle Hilfe suchen. Diese bekommt man sowohl anonym, kann sich aber auch an jeden Psychologen wenden, der in der Nähe ansässig ist.
  • Internetsucht sollte niemals unterschätz werden, denn im Laufe der Zeit verbringt man erfahrungsgemäß immer mehr Zeit im Internet, sodass man zum Schluss keine Zeit mehr für die Schule, die Lehre oder sogar die Arbeit hat.

Kommentare