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Kameratypen: Welche Kamera ist die Richtige für mich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Welche Kamera zu dir passt.

Der schnelle Schnappschuss zwischendurch oder professionelle Fotoshootings. Für manche ist Fotografieren ein Hobby, für manche eine Leidenschaft, andere verdienen gar ihren Lebensunterhalt damit. Um dabei auch zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen, sollte jedenfalls unbedingt das passende Kamera-Modell gefunden werden. Doch welche Cam ist die Beste? Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Es gilt: Nur eine Kamera, die den Anforderungen der jeweiligen Situation gerecht werden kann, ist eine gute Kamera.

 

Während für die einen die Digicam vom Discounter vollkommen ausreichend sein kann, muss es für andere ein High-End-Spiegelreflex-Modell sein. Es haben sich mittlerweile zahllose Kameratypen am Markt etabliert. Die wichtigsten davon wollen wir für dich hier unter die Lupe nehmen und die wichtigsten Vor- und Nachteile sowie die Einsatzgebiete nennen. Mit diesem Beitrag solltest du für dich persönlich in der Lage sein, zu entscheiden welche Kamera zu dir passt!

Übersicht: Kameratypen

  • Smartphonekamera: Sind im Funktionsumfang natürlich recht stark limitiert, stehen aber puncto Bildqualität oft schon auf einer Ebene mit handelsüblichen Kompaktkameras.
  • Kompaktkamera: Liefern ein oft sehr gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis und sind - wie der Name schon sagt - besonders kompakt und daher leicht unterwegs mitzunehmen.
  • Bridge Kamera: Stellen die Kompromisslösung zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflex-Modell dar. Liefern ähnliche Resultate wie Spiegelreflexkameras, sind aber deutlich günstiger. Das Objektiv ist nicht wechselbar.
  • (Spiegellose) Systemkamera: Ebenfalls eine Zwischenlösung. Kein Spiegelkasten, daher ebenfalls kompakte Bauweise. Das Objektiv ist wechselbar.
  • Spiegelreflexkamera: Sind sehr teuer, liefern aber auch die besten Ergebnisse und sind enorm flexibel. Spiegelreflexkameras sind (vor allem durch die umfangreiche Zusatzausrüstung) recht schwer und können unterwegs problematisch werden.

Die wichtigsten Kamera-Arten und ihre Eigenschaften

1. Die Smartphonekamera - für den schnellen Schnappschuss

  • Natürlich kommt die Bildqualität der Handy-Fotos bei weitem nicht an jene von High-End-Kameras heran. Viele Modelle können aber mit herkömmlichen Kontaktkameras bereits gut mithalten.
  • Fakt ist, dass der Otto-Normalverbraucher auch mit dem Handy zufriedenstellende Aufnahmen erzielen wird. Allerdings ist auch festzustellen, dass technisch gesehen bereits weitaus mehr möglich sein könnte.
  • Die Hersteller versuchen leider die Kunden durch allerhand neuartige Features zu überzeugen. Sinnvoller wäre es aber, wichtige Grundfunktionen auch auf den Smartphones zu verbessern, um das Potenzial der leistungsstarken Smartphones perfekt auszunutzen. Handykameras haben nämlich oft Probleme bei schwachem Licht und bei der Bildstabilisierung.
  • Nichtsdestotrotz hat die Smartphone-Kamera natürlich zahlreiche Vorteile. Das Phone passt in die Hostenasche, es gibt zahlreiche Apps zum Fotografieren (zum Beispiel das populäre Instagram) und zur Bildbearbeitung und die Ergebnisse können in Echtzeit in Social Networks geteilt werden - perfekt für das schnelle Erinnerungsfoto und um deine Freunde an deinen Erlebnissen teilhaben zu lassen.
  • Fazit: Man darf sich von Smartphone-Kameras (noch) keine "Hochglanz-Profitfots" erwarten. Zumindest bei guten Lichtverhältnissen werden aber Zufriedenstellende Resultate erzielt. Perfekt für den schnellen Schnappschuss zwischendurch und Partyfotos.

 

2. Die Kompaktkamera - die preiswerte Lösung

  • Sind am weitesten verbreitet. Dementsprechend groß ist auch die Auswahl, die du vorfinden wirst.
  • Mit ein bisschen Recherche lassen sich also immer Modelle mit empfehlenswertem Preis-/Leistungs-Verhältnis aufspüren.
  • Allerdings sind die Qualitätsunterschiede durchaus beträchtlich. Leider lassen sich viele von den stetig steigenden Megapixel-Angaben auf der Verpackung blenden.
  • Viel besser wäre es aber, die Sensoren der Digitalkamera an das Obejktiv anzupassen.
  • Ähnlich wie das Smartphone lässt sich auch die Kompaktkamera ganz leicht verstauen und überallhin mitnehmen. 
  • Fazit: Die Vor- und Nachteile sehen ähnlich wie beim Smartphone aus. Allerdings ist die Bildqualität (bei den meisten Modellen) in allen Belangen etwas besser. Ebenso haben Kompaktkameras häufig Probleme bei schwachem Licht und bei schnellen Bewegungen.

 

3. Die Bridge Kamera - der gute Mittelweg

  • Wie der Name schon sagt stellen Bridge Kameras eine "Brücke" zwischen Kompakt- und SLR-Kameras dar. Der Funktionsumfang und auch die Bedienung erinnern stark an die Spiegelreflexkamera und die Geräte sind daher deutlich größer als die kleinen Kompaktkameras.
  • Auch Bridge Kameras liefern in der Regel ein äußerst gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis und haben noch dazu einen ordentlichen Brennweitenbereich zu bieten. Die Bildsensoren sind hingegen oft zu klein, was Rauschen bei den Bildern zur Folge haben kann.
  • Obwohl die Bauweise, wie schon angesprochen, deutlich weniger klein ist, als bei Kompaktkameras, ist diese doch noch nicht so umfangreich wie im SLR-Bereich.
  • Die Obejktive sind bei Bridge Kameras nicht wechselbar. Es handelt sich also um eine (insofern wenig flexible) All-in-one-Lösung.
  • Fazit: Wenn du mit der Bildqualität unzufrieden bist und dennoch keine großen Summen in High-End-Modelle investiern willst, dann wirst du am Brdige-Sektor sicherlich fündig werden. Bridge Kameras liefern befriedigende Resultate auf allen Entfernungen. 

 

4. Die Systemkamera - mit Flexibilität, aber ohne Spiegel

  • Spiegellose Systemkameras haben sich in letzter Zeit am Markt immer mehr durchgesetzt. Auch hier handelt es sich um eine Lösung, die zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera anzusiedeln ist. Von der Qualität her geht es hier aber schon deutlich in Richtung SLR, während Freunde von Kompaktmodellen eher zur Bridge-Lösung greifen sollten.
  • Die spiegellosen Systemkameras sind für diese Klasse enorm kompalt - schlicht und einfach weil der Spiegelkasten wegfällt. Das spart außerdem ein Verschleißteil ein.
  • Systemkamaeras verfügen über ausreichend große Sensoren, die jene von Kompaktkameras deutlich in den Schatten stellen. Durch die Kompaktbauweise sind aber freilich auch diese begrenzt.
  • Verzichten muss man bei spiegellosen Systemkameras auf den optischen Sucher. Hier wird stets ein Digitalbild angezeigt. Sollte man optische Sucher nicht gründsätzlich bevorzugen, ist das aber nicht unbedingt als großer Nachteil zu sehen.
  • Fazit: Systemkameras liefern noch etwas bessere Ergebnisse als Bridge Kameras. Allerdings bewegen wir uns hier schon in höheren Preisdimensionen, da man selbstverständlich auch die Kosten für das (austauschbare) Zubehör beachten muss.

 

5. Die Spiegelreflexkamera - das Königsmodell?

  • Spiegelreflexkameras (kurz SLR für Single Lens Reflex bzw. D-SLR für die Digitalvariante). Auch diese sind Systemkameras und daher durch die auswechslebaren Objektive vielseitig einsetzbar.
  • Wer wirklich hochwertige Bilder machen möchte, sollte auf diese Art von Kamera zurückgreifen.
  • Bei der Digitalvariante schaut man sozusagen direkt durch das Objektiv - beim Auslösen ist der Sucher also außer Betrieb.
  • Geht es um die Qualität wird man mit Spiegelreflexkameras in allen Bereichen die besten Resultate erzielen. Das hat natürlich auch seinen Preis - für die Kameras und das passende Zubehör muss man zum Teil ordentlich tief ins Portemonnaie. 
  • Wer sich diesen "Luxus" leisten möchte sollte über einiges an Erfahrung verfügen, oder zunächst auf Einsteigermodelle (ab 500 Euro) vertrauen. Beispielsweise können beim unachtsamen Objektivwechsel Teile, wie die Sensoren, verschmutzt werden. Auch um alle Funktionen optimal für seine Anforderung zu nutzen ist einiges an Skills und Know-How erforderlich.
  • Fazit: (Digitale) Spiegelreflexkameras sind extrem vielseitig einsetzbar und - hinsichtlich Bildqualität - meistens die beste Lösung. Größte Mankos sind sicherlich Handlichkeit und Kosten.

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