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LED-Prüflampe selber bauen? - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:24
Eine LED-Prüflampe können Sie sich mit recht einfachen Mitteln selber bauen.

Eine LED-Prüflampe ist eine sehr praktische Sache, wenn es darum geht, elektrische Spannungen schnell und einfach feststellen zu können. Sicherlich können Sie auch eine solche Prüflampe in einem Fachgeschäft fertig kaufen, um diese dann zu einem solchen Zweck einzusetzen. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, nämlich den Selbstbau einer solchen einfachen Prüflampe mit einer Leuchtdiode. Als Gehäuse können Sie beispielsweise einen alten ausgedienten Kugelschreiber verwenden. An elektronischen Bauteilen benötigen Sie im Prinzip nur eine Leuchtdiode und einen passenden Vorwiderstand.

  • Verwenden Sie eine solche selbst gebaute LED-Prüflampe nur für geringe elektrische Spannungen bis etwa 20 Volt. 
  • Benutzen Sie Ihre selbst gebaute Prüflampe keinesfalls, um Spannungen an der Steckdose zu prüfen. 
  • Die hier vorgestellte Prüflampe ist nur für den Einsatz an geringeren Spannungen im ungefährlichen Bereich geeignet.

  • Einen alten Kugelschreiber als Gehäuse
  • Eine Leuchtdiode in der gewünschten Farbe mit einem Durchmesser von 5 Millimetern
  • Einen passenden Vorwiderstand (siehe Text)
  • Einige Zentimeter dünne und flexible Kabellitze für das Prüfkabel
  • Eine Krokodilklemme
  • Seitenschneider
  • Lötkolben und Lötzinn
  • Kleinen Bohrer
  • Nadel (zum Beispiel Stecknadel)
  • Sekundenkleber
  • Isolierband

Die wichtigsten Schritte für den Eigenbau

  1. Zerlegen Sie zunächst Ihren alten Kugelschreiber, indem Sie das komplette Innenleben einschließlich Druckknopf, Feder und Mine herausnehmen. Der Kugelschreiber sollte nachher komplett leer sein. In das Kugelschreibergehäuse bohren Sie anschließend ein kleines Loch, durch das Sie das Kabel durchführen können.
  2. Das Kabel löten Sie nun an den Minuspol der Leuchtdiode, die Kathode, an. Dies ist der kürzere Anschluss an der Leuchtdiode.
  3. An den Pluspol der Leuchtdiode, nämlich die Anode, löten Sie den Vorwiderstand an. Für die gewünschte Spannung können Sie den Vorwiderstand wie folgt berechnen: Prüfspannung minus LED-Spannung geteilt durch LED-Strom. Verwenden Sie beispielsweise eine rote Leuchtdiode, so benötigt diese in der Regel eine Spannung von rund 2 Volt und einen Strom von 0,02 Ampere, um zu leuchten.
  4. Möchten Sie die Prüflampe an einer Spannung von etwa 12 Volt betreiben, so ziehen Sie die 2 Volt von den 12 Volt ab und teilen das Ergebnis durch 0,02 Ampere. Sie erhalten dann ein Ergebnis von 500 Ohm. Als Vorwiderstand können Sie also einen entsprechenden Widerstandswert nehmen. Es macht übrigens auch nichts aus, wenn der Widerstandswert des Vorwiderstandes etwas höher ausfällt. Nehmen Sie beispielsweise einen Vorwiderstand von einem Kiloohm (1000 Ohm), dann können Sie die Prüflampe auch problemlos für höhere Spannungen bis etwa 20 Volt einsetzen.
  5. Als Nächstes müssen Sie die Prüfspitze herstellen, indem Sie ein kurzes Kabel an eine Nadel oder einen Nagel anlöten und diese(n) anschließend in die Spitze des Kugelschreibers einkleben. Das andere Ende des Kabels verbinden Sie mit dem freien Anschluss des Vorwiderstandes.
  6. Danach können Sie den Kugelschreiber zusammensetzen und das freie Ende des Prüfkabels mit einer Krokodilklemme versehen.

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