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Leuchtdioden richtig verwenden - darauf sollte man achten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Beim Verwenden von Leuchtdioden gibt es einige Dinge zu beachten, um die Bauteile nicht zu gefährden

Genau wie alle anderen Halbleiter auch, sind auch Leuchtdioden sehr empfindliche elektronische Bauteile. Möchten Sie diese Bauteile in einer elektronischen Schaltung oder für Dekorationszwecke verwenden, sollten Sie ein paar Dinge beachten, um die LEDs richtig anzusteuern, damit Sie diese während des Betriebs nicht zerstören oder gefährden. Bei der Verwendung von Leuchtdioden ist es sehr wichtig, diese mit einem passenden Vorwiderstand zu versehen, um den Stromfluss durch die Leuchtdiode zu begrenzen. Es gibt eine einfache mathematische Formel, um diesen Vorwiderstand korrekt ausrechnen zu können. Dies sollten Sie auch dann tun, wenn Sie mehrere Leuchtdioden in Reihe schalten möchten.

  • Mittlerweile gibt es zahlreiche Leuchtdioden im Handel zu kaufen, die eine äußerst hohe Leuchtkraft besitzen.
  • Möchten Sie solche Leuchtdioden Ihrer Schaltung oder für Dekorationszwecke einsetzen, dann sollten Sie es unbedingt vermeiden, direkt in den Lichtstrahl zu blicken.
  • Bei der Verwendung sehr starker LEDs kann es sonst passieren, dass Sie Ihre Augen schädigen, wenn Sie direkt in eine leuchtende LED blicken.

Wichtige Hinweise

  • Leuchtdioden sind Halbleiterbauelemente, die im Prinzip nichts anderes darstellen als gewöhnliche Dioden. Auch LEDs lassen den Strom nur in einer Richtung fließen.
  • Ist der Stromfluss durch die Leuchtdioden jedoch zu hoch, so verkürzt sich deren Lebensdauer oder sie werden direkt zerstört.
  • Daher ist es unbedingt notwendig, dass Sie einen Vorwiderstand in Reihe mit der zu verwendenden Leuchtdiode schalten, der die Aufgabe hat, den Stromfluss auf eine bestimmte Größe zu reduzieren bzw. zu begrenzen. Vor der Beschaltung einer Leuchtdiode sollten Sie den passenden Vorwiderstand ausrechnen.
  • Dazu benötigen Sie aber die korrekten technischen Daten Ihrer Leuchtdiode und die Höhe der Betriebsspannung, an der die Leuchtdiode betrieben werden soll.
  • Die Betriebsspannung für die Leuchtdiode ziehen Sie zunächst von der Betriebsspannung ab, an der die Leuchtdiode betrieben werden soll. Das Ergebnis dieser Subtraktion teilen Sie dann durch den Strom, den Ihre Leuchtdiode benötigt.
  • Besitzen Sie beispielsweise eine Leuchtdiode mit einer Betriebsspannung von 3 Volt, die an einer Spannung von 12 Volt eingesetzt werden soll und eine Stromaufnahme von 30 Milliampere hat, dann ziehen Sie zunächst die 3 Volt von den 12 Volt ab.
  • Das Ergebnis (9 Volt) teilen Sie nun durch 0,03 Ampere (30 Milliampere entsprechen 0,03 Ampere).  Wie Sie bereits sehen können, müssen Sie für die Berechnung den Wert immer direkt in Volt bzw. im Ampere verwenden.
  • In unserem Beispiel beträgt das Ergebnis 300 Ohm. Dazu noch eine Anmerkung: Wenn Sie keinen Widerstand mit dem exakten Widerstandswert im Handel bekommen können, ist es auch möglich, den nächsthöheren erhältlichen Wert als Vorwiderstand für Ihre Leuchtdioden zu verwenden.
  • Natürlich ist es auch möglich, mehrere Leuchtdioden in Reihe zu schalten und diese anschließend mit einem Vorwiderstand zu versehen.
  • Dazu addieren Sie einfach die einzelnen Spannungen der Leuchtdioden und ziehen dann die Gesamtspannung dieser Schaltung von der zur Verfügung stehenden Betriebsspannung ab und teilen dieses Ergebnis durch die Stromaufnahme einer einzelnen Leuchtdiode dieser Schaltung.
  • Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass Sie nur Leuchtdioden in Reihe schalten können, die gleiche elektrische Werte besitzen. Leuchtdioden mit unterschiedlichen elektrischen Werten können Sie nur einzeln mit einem Vorwiderstand versehen.

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