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Lightpainting: So malen Sie mit Licht

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Kreieren Sie Ihre eigenen Motive - durch Lightpainting!

Ihre Umwelt bietet Ihnen nicht genügend Fotomotive? Kreieren Sie Ihre eigenen Motive - durch Lightpainting! Hier erklären wir Ihnen, was man unter Lightpainting oder Lightwriting versteht, und wie Sie schon mit einfachen Mitteln faszinierende Ergebnisse erzielen. 

Die wichtigsten Tipps

  • Motiv
    Fangen Sie mit einfachen Motiven an und steigern Sie nach und nach die Komplexität der Lichtkreation.
  • Belichtungszeit
    Arbeiten Sie mit langen Belichtungszeiten von mindestens einigen Sekunden. Passen Sie die Belichtungszeit immer auf das geplante Motiv an.
  • Equipment
    Fotografieren Sie grundsätzlich nur mit Stativ und mit Selbst- oder Fernauslöser, um ungewollte Erschütterungen zu vermeiden. Probieren Sie ruhig diverse Lichtstifte aus!
  • Planung
    Bei dem Lightpainting ist eine gute Planung unabdinglich. Planen Sie den Ablauf der Malerei und eliminieren Sie mögliche Fehlerquellen, wie ungewollte Lichtquellen im Bild.

Lightpainting im Überblick

 

Lichtmalerei: Was ist das überhaupt? 

Das Grundprinzip des Lightpaintings ist simpel: bei einer langen Belichtungszeit malt man mit einem "Lichtstift", wie beispielsweise einer Taschenlampe, bei Dunkelheit Linien und Formen. Durch die lange Belichtungszeit von mindestens mehreren Sekunden hält die Kamera beim Fotografieren die Lichtspur vom Anfang bis zum Ende fest. Man arbeitet bei der Lichtmalerei also strenggenommen bewusst mit einer Bewegungsunschärfe, um Bildmotive aus Licht zu kreieren. Natürlich kann man wahlweise auch durch diese Technik mit Licht "schreiben". Dann spricht man oft von Lightwriting.

Das Equipment

Im Grunde genommen bedarf es für Lightpainting oder Lightwriting nicht an viel Equipment. Zunächst braucht man natürlich eine Kamera mit dem passenden Stativ. Ohne stabiles Stativ ist die Lichtmalerei ein hoffnungsloses Unterfangen, da das Bild beim Fotografieren schlicht zu wackelig wird. Es lohnt sich übrigens, mit dem Selbstauslöser oder sogar – falls vorhanden – mit einem Fernauslöser zu arbeiten, um unnötige Erschütterungen zu vermeiden. 
Des Weiteren braucht man einen Lichtstift. Geschickt verwendet eignet sich hierfür nahezu jede Lichtquelle. Einige Beispiele für Lichtstifte sind Taschenlampen, Feuerzeuge, Wunderkerzen und Leuchtstäbe. Bei der Auswahl des Lichtstiftes können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Denken Sie beispielsweise darüber nach, welche Farben Sie für Ihr Bildmotiv verwenden würden.

Die Planung

Auch, wenn man bei der Lichtmalerei mit wenigen Materialien auskommt, so ist die Umsetzung oft doch nicht so simpel wie es zunächst scheinen mag. Ihnen wird Ihre gewünschte Lichtkreation wohl kaum in den ersten Versuchen gelingen. Hierfür bedarf es einer guten Planung und viel Übung. Doch lassen Sie sich davon nicht entmutigen! Fangen Sie am besten mit einfachen Motiven an, um ein Gefühl für die richtige Belichtungszeit und die passende "Maltechnik" zu entwickeln. Grundsätzlich sollte es möglichst dunkel sein, um gute Effekte zu erzielen.
Wenn Sie ein komplexeres Motiv planen, müssen Sie dabei immer bedenken, dass die Kamera jedeLichtbewegung festhält. Falsche Bewegungen und ungewollte Lichtpunkte werden daher ebenso Teil des Bildes. Auch müssen Sie sich vergegenwärtigen, dass Sie das geplante Motiv innerhalb der Belichtungszeit fertigstellen müssen. Im Endeffekt werden Sie also wahrscheinlich mehrere Versuche unternehmen müssen, um die perfekte Fotografie zu erhalten.
Ein kleiner Tipp: Wenn Sie selbst auf dem Bild so unsichtbar wie möglich sein wollen, dann sollten Sie sich schwarz kleiden und gegebenenfalls auch Ihre Haut durch Schminke oder Stoff abdunkeln. 

 

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