Foto: asklubo.com / Gerd Weichhaus

POV-Display selber bauen - So geht´s

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Bei einem sogenannten POV-Display handelt es sich um eine mit LEDs umgesetzte elektronische Schaltung...

Bei einem sogenannten POV-Display handelt es sich um eine mit LEDs umgesetzte elektronische Schaltung, welche die Trägheit des menschlichen Auges ausnutzt. POV steht für „Persistance of View“. Eine mithilfe eines Mikrocontrollers aufgebaute Schaltung steuert einzelne LEDs an, sodass diese quasi einen Schriftzug oder mehrere Ziffern bei Bewegung des Displays „in die Luft schreiben“ und so dieser Schriftzug sichtbar wird. Diese Schaltung beschreibt den Aufbau einer elektronischen Uhr, die dieses Funktionsprinzip nutzt.

Dinge die benötigt werden

  • eine kleine Platine (zum Beispiel Lochrasterplatine)

  • Mikrocontroller des Typs 16F84 und ein entsprechendes Programmiergerät zum Aufspielen der Firmware

  • sieben superhelle Leuchtdioden in der gewünschten Farbe

  • Lötkolben und Lötzinn

  • Seitenschneider

  • weitere Bauteile siehe Schaltbild in der ZIP-Datei

Vorbereitungen:

  • Das Schaltbild sowie die Firmware finden Sie in einer ZIP-Datei, die Sie unter diesem Downloadlink herunterladen können. Drucken Sie sich das Schaltbild am besten aus und spielen Sie die enthaltene HEX-Datei mithilfe eines Programmiergerätes auf dem Mikrocontroller auf. Danach können Sie mit dem Aufbau der Schaltung beginnen. Am besten ist es übrigens, wenn Sie für den Mikrocontroller einen passenden Sockel (18-polig) verwenden.

 

Aufbau und Inbetriebnahme dieser Schaltung:

  • Bauen Sie die Schaltung nach dem Schaltbild beispielsweise auf einer kleinen Lochrasterplatine auf. Am besten ist es, wenn Sie den Mikrocontroller nicht direkt in die Platine einsetzen, sondern stattdessen einen passenden IC-Sockel verwenden.
  • Achten Sie beim Anschluss der LEDs darauf, dass diese richtig auf der Platine angeordnet werden, damit der Schriftzug (die Uhrzeit) nachher auch richtig angezeigt werden kann. Die Leuchtdiode D1 sollte nachher auf der Platine oben sein.
  • Die Taste „Trigger“ sollten Sie auf der Platine so anordnen, dass er später beim Schwenken des Displays gut gedrückt werden kann. Als Batterie können Sie beispielsweise eine kleine Lithium-Knopfzelle mit einer Spannung von 3 Volt verwenden. Da das Display nur beim Drücken des Tasters aktiviert wird, ist der Stromverbrauch der Schaltung äußerst gering. Die Uhr läuft natürlich auch ohne gedrückte Taste weiter.
  • Haben Sie die Schaltung komplett aufgebaut, können Sie den Mikrocontroller in die Fassung einsetzen und die Batterie anschließen.
  • Wenn Sie nun die Taste „Trigger“ drücken, blinken alle LEDs kurzzeitig auf. Ist dies bei Ihnen der Fall, haben Sie soweit alles richtig gemacht. Um das Display zu testen, dunkeln Sie am besten den Raum ab. Drücken Sie nun die Taste und schwenken Sie dabei die Platine gleichzeitig von rechts nach links. Die ganze Sache erfordert etwas Übung. Wenn Sie die Ziffern der Uhrenanzeige erkennen können, funktioniert die Schaltung.
  • Natürlich stimmt am Anfang die Uhrzeit nicht. Sie können diese mithilfe der beiden Tasten S1 und S2 einstellen. Zeigt das Display beispielsweise bei der ersten Inbetriebnahme 12:00 Uhr an, so müssen Sie die entsprechenden Tasten so oft drücken, bis die aktuelle Zeit eingestellt ist. Sie können aktuell eingestellte Uhrzeit jederzeit überprüfen, indem Sie das Display wie eben beschrieben aktivieren.
  • Natürlich können Sie die Schaltung auf Wunsch auch in ein geeignetes Gehäuse einsetzen.

Kommentare