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Schwebenden Magneten bauen? - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Einen Magneten frei schweben lassen. Wer wissen will wie es geht braucht nur weiterlesen!

Levitation, das freie Schweben eines Objektes im Raum, erscheint den meisten von uns als reine Magie. Ein Zaubertrick wie man ihn nur im Fernsehen beobachten kann. Doch mit den Gesetzen der Physik ist es jedem möglich, einen Magneten zum Schweben zu bringen.

  • Es ist also, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig möglich, einen Dauermagneten über einem anderen schweben zu lassen.
  • Hat man einen magnetischen Kreisel zur Hand, so könnte er durch seine Eigenbewegung die Störungen ausgleichen und Stabilität erlangen.
  • Einen solcher Kreisel ist zum Beispiel der Levitron.
  • Eine einfachere Möglichkeit, einen Ausgleich für Störungen zu bekommen, ist das Hinzunehmen eines einfachen Hilfsmittels wie einer Plastikröhre.
  • Hierzu verwendet man zwei runde Magneten und eine Röhre mit leicht größerem Durchmesser.
  • Da der Magnet durch die Röhre nicht zur Seite ausweichen kann, beginnt er automatisch zu schweben.
  • Auch sind Magnete immer dazu bestrebt, sich ihre ungleich geladenen Pole entgegenzusetzen und würden sich ohne das Hilfsmittel bei der kleinsten Störung drehen und sofort anziehen.
  • Gleiches geht mit scheibenförmigen Magneten mit Loch, durch welche sich in der Mitte ein Gegenstand ziehen lässt, ähnlich einem Ringwurfspiel, der ihr seitliches Entweichen verhindert.
  • In beiden Versuchsaufbauten sind mehrere übereinander schwebende Magnete denkbar.
  • Stab- oder Hufeisenmagneten sind eher komplizierte Formen für den Eigenversuch.

  • Elektrische und magnetische Kräfte erlauben es, einen Gegenstand ohne mechanische Hilfe anzuheben.
  • Wie jedem Kind bekannt ist, können sich Magnete auf Grund ihrer Ladung gegenseitig anziehen oder auch abstoßen.
  • Dies lässt sich mit jedem handelsüblichen Magneten ausprobieren.
  • Versucht man, zwei gleichgepolte Enden zusammenzuführen, so stoßen sie sich gegenseitig ab.
  • Mit dieser Kraft lässt sich auch die Schwerkraft überwinden, denn um ein Objekt zum Schweben zu bewegen, muss dessen Gewichtskraft überwunden werden.
  • Wenn die Ladung eines Magneten größer ist als sein Gewicht, so wird er levitieren.
  • Jedoch lässt sich dies in der Praxis nicht immer so leicht umsetzen, da normale Dauermagneten nur statische Felder erzeugen und sich somit keine stabilen Gleichgewichtspositionen erzeugen lassen.

Wichtige Hinweise

  • Eine weitere Art der Kontrolle über die Levitationsstörungen des Magneten ist eine aktive Feldregelung.
  • In diesem Versuch wird der schwebende Körper von Sensoren erfasst, um das elektromagnetische Feld bei Störungen anpassen zu können.
  • Ein solches Verfahren wird zum Beispiel bei Schwebebahnen angewandt, ist jedoch für den Versuch zu Hause eher ungeeignet.
  • Um also selbst einen Magneten zu bauen, der schwebt, braucht man zuerst einen starken Dauermagneten, welcher als Basis verwendet wird. Darauf kommt ein weiterer Magnet.
  • Gleiche Pole sollten hierbei aufeinander zeigen.
  • Um die Störungen im Magnetfeld auszugleichen, ist es zum Beispiel hilfreich, ein mechanisches Hilfsmittel zu verwenden.
  • Wem das nicht frei schwebend genug ist, der hat immer noch die Möglichkeit, seinen zweiten Magneten zum Teil eines Kreisels zu machen oder sich einen solchen magnetischen Kreisel zu besorgen.
  • Zum selber basteln sind ebenfalls Scheibenmagnete mit Loch zu empfehlen, da sie sich am besten der Kreiselform anpassen lassen.

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