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Seit wann gab es Videorekorder zu kaufen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Bereits seit über 40 Jahren gibt es Videorekorder für den Heimgebrauch zu kaufen.

Für eine sehr lange Zeit waren Videorekorder neben dem Filmen auf Filmmaterial die einzige Möglichkeit, bewegte Bilder aufzuzeichnen. Bereits in den sechziger Jahren wurden die ersten Geräte entwickelt, die auch für den Heimanwender hergestellt und verkauft wurden. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die ersten Systeme mit Kassetten entwickelt, welche die Benutzung für den Anwender zuhause vereinfachen und damit den Komfort erhöhen sollten. Aber erst das VHS-System war es, dass sich endgültig durchsetzen sollte, bevor es später digitale Aufzeichnungsgeräte für Videofilme gab.

Die Geschichte des Videorekorders

  • Bereits Anfang der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde der erste Videorekorder für den Heimgebrauch der Öffentlichkeit vorgestellt. Hierbei handelte es sich um den Optacord 500 der deutschen Firma Loewe Opta. Von diesen Exemplaren wurden allerdings nicht allzu viele verkauft.
  • Sicherlich lag dies auch an den extrem hohen Preis für damalige Verhältnisse. Außerdem war das Gerät nicht gerade wohnzimmertauglich, da es sich auf einem Wagen befand, auf dem auch ein entsprechender Monitor montiert war. So ähnelte der Optacord 500 eher einem Gerät für die Studiotechnik als einem solchen für das Wohnzimmer.
  • Aber bereits Ende der sechziger Jahre sollte sich dies ändern. In dieser Zeit wurde der LDL 1002 der Firma Philips entwickelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Gerät war deutlich besser für das Wohnzimmer geeignet, da es optisch einem Tonbandgerät ähnelte.
  • Auch die Bedienung dieses Gerätes war wahrscheinlich ganz bewusst recht einfach gehalten. Im Prinzip konnte jeder dieses Gerät verwenden, der sich auch in der Lage sah, ein herkömmliches Tonbandgerät zu bedienen.
  • Genau wie beim Optacord 500 auch, erfolgte beim LDL-System die Aufzeichnung der Videosignale auf einem Videoband mit offenen Spulen, dass eine Breite von einem halben Zoll hatte (genau wie das VHS-System auch).
  • Dieses Videogerät wurde deutlich häufiger verkauft. Auch heute noch sind diese Geräte bei zahlreichen Sammlern vorhanden. Der LDL 1002 konnte Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit einer Länge von 30 bzw. 45 min aufzeichnen.
  • Allerdings hatte das Gerät den Nachteil, dass es keinen eingebauten Tuner besaß. Um den Videorekorder an ein Fernsehgerät anschließen zu können, musste dieses zunächst modifiziert werden. Dies erfolgte durch den Einbau eines speziellen Gerätes, das vom gleichen Hersteller angeboten wurde.
  • Außerdem musste der Fernseher für die Zeit der Aufzeichnung eingeschaltet sein. Eine Timeraufnahme war mit diesem Gerät noch nicht möglich.
  • Dies änderte sich erst Anfang der siebziger Jahre, als die ersten Geräte mit Kassetten im Format VCR auf den Markt kamen.  Diese Geräte besaßen sowohl ein eingebautes Empfangsteil als auch eine Schaltuhr.
  • Erst in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre wurde das System VHS auf den Markt gebracht. Erst dieses System war es, dass neben den Systemen Video 2000 und Betamax den Durchbruch auf dem Markt für Heimvideos schaffte.

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