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Stereo beim Tonbandgerät? - Funktion

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
BeiTonbandgeräten hat man sich schon für Gedanken gemacht, wie Stereophonie möglich wäre.

Neben dem Rundfunk in Stereo und der Herstellung von Schallplatten mit Stereophonie hat man sich sehr früh Gedanken gemacht, wie man Stereo-Tonbandgeräte realisieren könnte. Dabei ist die Lösung im Grunde ganz einfach. Bei einem Tonbandgerät in Stereo werden einfach zwei Tonspuren parallel zueinander auf einem Tonband aufgezeichnet. Bei der Wiedergabe werden diese zwei Tonspuren über zwei separate Verstärkerteile verstärkt und wiedergegeben. Dadurch kommt der Raumklang zustande, wie man ihn auch vom Stereorundfunk und der Schallplatte in Stereo kennt. Innerhalb kürzester Zeit erfreuten sich Tonbandgeräte in Stereo größter Beliebtheit unter den HiFi-Fans.

Wichtige Hinweise

  • Um Stereo beim Tonbandgerät realisieren zu können, mussten einfach nur neue Tonköpfe konstruiert werden, bei denen das Tonband in unterschiedliche Tonspuren aufgeteilt wird. Von der sogenannten Halbspurtechnik, bei der auf ein Tonband zwei Tonspuren in Mono aufgezeichnet wurden, ist man dann zur Viertelspurtechnik übergegangen.
  • Bei dieser Technik werden auf dem Tonband insgesamt vier Tonspuren aufgezeichnet und später wiedergegeben. Zwei davon in jeder Abspielrichtung des Tonbandes.
  • Sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe des Bandes werden dabei gleichzeitig zwei Spuren auf das Tonband geschrieben bzw. bei der Wiedergabe gelesen. Auf diese Weise ist es möglich geworden, die zwei Tonspuren für Stereo getrennt voneinander aufzunehmen und wiederzugeben. Diese zwei Tonkanäle sind notwendig, um die Stereophonie zu ermöglichen.
  • Als praktische Zusatzfunktion jedoch bieten die Tonbandgeräte in Stereo noch weitere Möglichkeiten. So ist man beispielsweise bei diesen Geräten in der Lage, auf jeder Bandseite zwei Tonspuren völlig unabhängig voneinander aufzuzeichnen und wiederzugeben. So ist es zum Beispiel möglich, auf die zwei unterschiedlichen Tonspuren völlig unterschiedliche Aufnahmen aufzuzeichnen. Die Viertelspurtechnik für die Stereophonie brachte also noch weitere Möglichkeiten bei der Aufzeichnung von Tonaufnahmen mit sich.
  • Für den professionellen Einsatz solcher Geräte wurden auch Tonköpfe und Tonbandgeräte entwickelt, die zwei Spuren für Stereo auf die gesamte Breite des Tonbands aufzeichneten. Durch die größere Breite der Tonspuren konnte eine bessere Tonqualität erreicht werden. Geräte mit dieser Technik werden auch als Zweispur-Stereo-Geräte bezeichnet. Allerdings hatten natürlich diese Geräte den Nachteil, dass das Band nur in einer Richtung aufgenommen und wiedergegeben werden konnte.
  • Für den privaten Einsatz haben sich daher die Geräte in der sogenannten Viertelspurtechnik durchgesetzt. Das Band kann bei diesen Geräten nach wie vor in beide Richtungen aufgenommen und abgespielt werden, ohne auf Stereo verzichten zu müssen.
  • Etwas später wurde diese Technik übrigens auch bei Kassettenrekordern entwickelt und eingesetzt. Auch diese Geräte arbeiten pro Seite der Kassette mit zwei verschiedenen Tonspuren, auf denen die beiden Kanäle für Stereo aufgenommen bzw. abgespielt werden. Auch bei diesen Geräten war es notwendig, neue Tonköpfe zu entwickeln.

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