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Ultraschallgenerator zur Schädlingsbekämpfung selber bauen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Das Gehör vieler Tiere kann einen wesentlich höheren Frequenzbereich erfassen als das menschliche Ohr.
Viele lästige Insekten oder Vierbeiner lassen sich sogar mit entsprechenden Tönen, die im Ultraschallbereich liegen, vom Grundstück oder aus der Wohnung vertreiben. Ein entsprechender Ultraschallgenerator, der genau solche Töne erzeugt, lässt sich mit handelsüblichen Mitteln aufbauen.

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Dinge die benötigt werden

  • Lochrasterplatine in einer Größe von etwa 50 × 100 mm.

  • Einen passenden Minilautsprecher zur Wiedergabe der Ultraschallwellen. Hier sollten Sie auf den Frequenzbereich achten. Gut geeignet sind zum Beispiel Piezo-Schallwandler oder HiFi-Höchtöner.

  • Lötkolben und Lötzinn

  • Seitenschneider

  • weitere Bauteile und Kleinteile siehe Schaltbild

  • ein passendes Gehäuse

  • Netzteil mit einer Ausgangsspannung von 9 Volt

Hinweise zu dieser Schaltung:

  • Die Schaltung ist recht universell ausgelegt. Die Frequenz der Ultraschalltöne kann durch bestimmte Bauteile variiert werden. Sie besteht aus drei Teilen. Der erste Teil erzeugt ein Intervall, mit dem der eigentliche Tongenerator, bestehend aus dem mittleren Teil der Schaltung, in regelmäßigen Abständen ein- und ausgeschaltet wird. Der dritte Teil der Schaltung verstärkt das Ausgangssignal, das vom Tongenerator erzeugt wird.
  • Da Tiere Individuen sind, reagieren sie natürlich auch unterschiedlich auf die erzeugten Töne. Nicht alle Tiere reagieren gleich auf Ultraschallwellen. Es kann durchaus sein, dass diese Schaltung nicht immer die gewünschte Wirkung zeigt. Dies gilt besonders dann, wenn sie zum Vertreiben von Hunde oder Katzen eingesetzt werden soll.
  • Der Aufbau sollte selbst verständlich gründlich und sorgfältig vorgenommen werden, damit die Schaltung überhaupt funktionieren kann.

Hinweise zum Aufbau und der Inbetriebnahme der Schaltung:

  •  Die Frequenz der von dieser Schaltung erzeugten Ultraschallwellen hängt von den Bauteilewerten von R3, R4 und C5 ab. Die hier verwendeten Bauteile ergeben eine Frequenz von etwa 21 KHz. Die tatsächliche Ausgangsfrequenz hängt natürlich auch von den Toleranzwerten der Bauteile ab.
  • Setzen Sie die Bauteile gemäß dem Schaltbild in die Platine ein und stellen Sie die entsprechenden Lötverbindungen her. Gehen Sie hierbei sehr sorgfältig vor und kontrollieren Sie am besten jeden Arbeitsschritt gründlich, um falsche Verbindungen oder Kurzschlüsse zu vermeiden.
  • Dies erspart Ihnen eine langwierige Fehlersuche, wenn die Schaltung wegen eines fehlerhaften Aufbaus nicht funktionieren sollte.
  • Die ganze Schaltung ist eine Betriebsspannung von 9 Volt vorgesehen. Die Ultraschallwellen können natürlich nicht gehört werden. Um trotzdem die korrekte Funktion der Schaltung überprüfen zu können, kann beispielsweise der Kondensator C3 kurzzeitig gegen einen mit einer Kapazität von 100 Nanofarad ausgewechselt werden. 
  • Hierdurch wird die Frequenz des Tongenerators in einem hörbaren Bereich verlegt. Dies ist hilfreich, um die korrekte Funktion aller Schaltungsteile feststellen zu können, vor allen dann, wenn Ihnen kein Oszilloskop oder ein Frequenzzähler zur Verfügung stehen.
  • Vergessen Sie auch nicht, den Anschlusspin 4 beider Timer-ICs mit der Betriebsspannung zu verbinden. Hier handelt es sich um die Resetleitung der integrierten Schaltungen. Wird diese Leitung nicht angeschlossen, kann es gegebenenfalls zu Ausfällen oder Fehlfunktionen kommen. Gleiches gilt auch für die Kondensatoren an Pin 5 beider ICs, die ebenfalls unbedingt eingesetzt werden sollten.

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