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Wann wurde das Radio erfunden?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
1897 gelang erstmals die drahtlose Übertragung telegraphischer Nachrichten.

Die drahtlose Übertragung von Nachrichten geht auf die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz im Jahre 1886 zurück. 1895 gelang Alexander Popow die telegrafische Übertragung der Wörter "Heinrich Hertz" mit Funkwellen auf eine Distanz von 250 Metern. Im Jahre 1897 gelang dem Italiener Guglielmo Marconi erstmals die drahtlose Übertragung telegrafischer Nachrichten mittels elektromagnetischer Funkwellen auf eine Entfernug von 5 km. Im Jahre 1901 gelang ihm die Funkübertragung über den Atlantik. Das waren quasi die Pioniere des heutigen Rundfunks.

  • Rundfunk- und Fernsehempfang ist gebührenpflichtig (GEZ)!
  •  Wer seine Empfangsgeräte nicht anmeldet, macht sich strafbar. Für den Amateurfunk muss eine besondere Lizenz erworben werden. Für die drahtlose Telefonie dürfen nur die dafür zugelassenen Geräte benutzt werden, die im Handel erhältlichen Geräte erfüllen diese Bedingung.
  • Mikrowellenherde sind hingegen nicht mehr genehmigungspflichtigt, da sie ausreichend abgeschirmt sind. Amsonsten ist jede Sendeanlage genehmigungspflichtig (beim Fernmeldeamt). Das Monopol in Deutschland hat hier die deutsche Post, bzw. die Deutsche Telekom.
  • Hochfrequenzanlagen wie Teslaspulen, etc. sollten, um Funkstörungen zu vermeiden, nur in einem Hochfrequenzkäfig betrieben werden.

  1. Die technischen Grundlagen des Rundfunks erfand im ausgehenden 19. Jahrhundert Nikola Tesla und wurden auch patentiert. Sein Ziel bestand eigendlich darin, elektrische Energie drahtlos zu übertragen um so die teuren Kupferleitungen einzusparen. Das funktionierte zwar nicht, aber die von ihm erfundene und nach ihm benannte Teslaspule ermöglicht interessante Experimente zu Phänomenen des Elektromagnetismus, der Plasmaphysik, der Hochspannungs- und Hochfrequenztechnik.
  2. Am Weihnachtsabend 1906 wurde in einem Experiment die erste drahtlose Radiosendung übertragen. Nachdem man die Sendeanlagen mittels Röhrentechnik verbessert hatte, so dass man eine bestimmte Frequenz einstellen konnte, war es möglich, Sprache und Musik zu übertragen. Die ersten Sender ohne Röhrentechnik, wie etwa die Teslaanlagen brauchten dagegen immens viel Energie und produzierten ein sehr breites Frequenzband im Langwellenbereich, also regelrecht einen "Wellensalat".
  3. Je schmalbandiger die Funkwellen, um so besser die Übertragungsqualität.
  4. Am 6. November 1919 sendete ein niederländischer Fabrikant die erste bekannte regelmäßige Radiosendung, mußte das Projekt aber wegen Geldmangels bald einstellen. Aber das war im Grunde der erste Privatsender. Heute werden die Privatsender durch Werbung finanziert, aber das gab es damals noch nicht.
  5. Den ersten komerziellen Sender gab es 1920 in den USA, am 22. Dezember fand in Deutschland die erste Rundfunkübertragung statt. Das Monopol übernahm die deutsche Reichspost. Heute hat die Deutsche Telekom das Monopol für das Fernmeldewesen, nachdem die Deutsche Post privatisiert wurde.
  6. 1923 wurde die Rundfunkgebühr eingeführt, am 23. Oktober desselben Jahres die erste Unterhaltungssendung ausgestrahlt. Das gilt heute noch als die Geburtsstunde des deutschen Rundfunks.
  7. Die Nationasozialisten nutzten den Runfunk für ihre Propagandazwecke und vermarkteten deswegen ganz massiv den sogenannten "Volksempfänger".
  8. Außerdem gab es 1936 zur Olympiade in Deutschland erste Versuche der drahtlosen Bildübertragung, das Fernsehen. Aber das setzte sich erst in den 1950er Jahren mehr und mehr durch.
  9. Heute ist auch die Rundfunk-,  Fernseh- und Funktechnik fast durchgehend digitalisiert.

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