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Was heißt "Timelapse" und wie funktioniert das?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Timelapse ist ein Begriff, der häufig im Zusammenhang mit Videorecordern auftritt.

Wenn man sich einmal die Funktionen von Videorekordern für die Aufzeichnung von Videos ansieht, taucht dort häufig der Begriff Timelapse auf. Viele wissen allerdings mit dieser Funktion nichts anzufangen, da dieser Begriff für sie lediglich ein Fremdwort darstellt. Vereinfacht gesagt bedeutet diese Funktion nichts anderes, als dass die Aufnahme eines Videos mit einer veränderten Geschwindigkeit gegenüber der Normalgeschwindigkeit erfolgt. Häufig wird diese Zusatzfunktion auch als Zeitrafferaufnahme oder als Langzeitaufnahme bezeichnet.

Wichtige Hinweise

  • Für den Gebrauch in der Überwachungstechnik gibt es neben den Videorekordern für den Hausgebrauch auch spezielle Geräte, die in der Lage sind, auf einer einzigen Videokassette Aufnahmen aufzuzeichnen, die wesentlich länger sind bzw. einen wesentlich längeren Zeitraum umfassen als die normalerweise gebräuchlichen drei oder vier Stunden.
  • Diese Geräte arbeiten mit einer wesentlich geringeren Bandgeschwindigkeit als herkömmliche Videogeräte. Wegen dieser geringeren Bandgeschwindigkeit können dann auf einer einzigen Videokassette Aufzeichnungen getätigt werden, die wesentlich länger sind. Es ist keine Seltenheit, dass solche Geräte auf einer einzigen Videokassette Aufnahmen mit einer Länge von bis zu 24 Stunden aufnehmen können.
  • Natürlich werden bei solchen Geräten besondere Anforderungen an die Mechanik und an den Videokopf gestellt. Erstens sind diese Laufwerke wesentlich länger im Betrieb als ein normaler Videorekorder und zweitens wird das Band durch die längere Laufzeit auch stärker beansprucht.
  • Ein zweiter Nachteil dieser Geräte ist der, dass die Qualität des Videos und des Tons naturgemäß natürlich etwas geringer ist als bei einer normalen Bandgeschwindigkeit. Häufig werden auch die Anzahl der aufgezeichneten Bilder pro Sekunde reduziert.
  • Diese speziellen Videorekorder für die Langzeitaufzeichnung von Überwachungsvideos besitzen in der Regel kein eingebautes Empfangsteil, wie es bei normalen Videorekordern der Fall ist. Dafür bieten sie aber weitere Funktionen, die wiederum bei normalen Videorekordern nicht vorhanden sind.
  • So kann zum Beispiel durch die Auslösung eines Alarms die Aufzeichnung automatisch aktiviert werden. Die Geräte besitzen dazu an der Rückseite verschiedene Anschlüsse beispielsweise für das Auslösen eines solchen Alarms.
  • Die Einspeisung der Videosignale und Tonsignale erfolgt in der Regel über separate Anschlüsse. Einen Scartanschluss sucht man bei diesen Geräten meistens vergebens.
  • Natürlich sind diese Videogeräte in der heutigen Zeit digitaler Videoaufzeichnung nicht mehr Stand der Dinge. Heute werden meistens Aufzeichnungsgeräte verwendet, die statt eines Videobands eine Festplatte als Speichermedium benutzen. Der Vorteil dieser Methode ist der, dass die Überprüfung der aufgezeichneten Videodateien direkt am PC möglich ist. Das Videoband muss nicht mehr umgespult werden. Dadurch kann schneller auf jede einzelne Stelle des Videos zugegriffen werden.
  • Ein weiterer Vorteil bei der digitalen Aufzeichnung ist der, dass die Videodateien schnell und einfach auf einen externen Datenträger wie eine CD oder einen USB-Stick kopiert werden können. Auch Ausdrucke von Einzelbildern sind so auf einfache Weise möglich.

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