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Was ist ein VFD-Display und wie funktioniert es?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Ein VFD-Display funktioniert ähnlich wie eine Elektronenröhre und wird in vielen Geräten eingesetzt.

Ein VFD-Display wird häufig auch als Vakuum-Fluoreszenzanzeige oder Digitron-Anzeige bezeichnet. Die Funktionsweise ist ähnlich der einer Elektronenröhre. Eingesetzt werden diese Displays in vielen elektronischen Geräten wie etwa Videorekordern, DVD-Playern und Uhren. VFD-Displays werden überwiegend dort eingesetzt, wo es auf eine gute Ablesbarkeit der Anzeige ankommt.

Einige Hintergrundinformationen

  • Ein VFD-Display ist in einem Glasgehäuse untergebracht, das luftleer ist. Die Leuchtanzeigen bestehen aus einer fluoreszierenden Leuchtschicht. Diese Leuchtschicht gibt dann Licht ab, wenn auf ihr Elektronen auftreffen.
  • Diese Elektronen werden von der sogenannten Kathode abgegeben. Die Kathode besteht aus einem Glühdraht, der durch eine elektrische Spannung zum Glühen gebracht wird. Zugleich ist die Kathode negativ geladen.
  • Die mit der Leuchtschicht versehenen Flächen im Display sind positiv aufgeladen und werden als Anoden bezeichnet. Durch die positive Ladung fließen nun die Elektronen vom Glühdraht (der Kathode) zur Leuchtschicht, die bei deren Auftreffen anfängt zu leuchten.
  • Gesteuert werden kann der Elektronenfluss durch ein Gitter, das zwischen der Leuchtschicht und dem Glühdraht angebracht wurde. Wird dieses Gitter elektrisch geladen, lässt es die Elektronen durch. Wird es nicht geladen, verhindert es den Elektronenfluss.
  • Die Bildpunkte oder grafischen Elemente des Displays bestehen aus vielen kleinen Leuchtflächen, die mit dieser Leuchtschicht versehen sind. Dadurch können die einzelnen Leuchtschichten getrennt voneinander angesteuert werden. Dadurch ist es möglich, jedes einzelne Segment des Displays getrennt anzusteuern.
  • Genauso ist es natürlich auch möglich, die einzelnen Gitter vor den entsprechenden Anzeigesegmenten anzusteuern. Durch diese getrennte Ansteuerung der einzelnen Grafiken und Textelemente in Display können auf den Displays unterschiedliche Informationen angezeigt werden.
  • In der Regel erfolgt diese Ansteuerung der Anzeige durch einen Mikrocontroller oder einen speziellen Anzeigetreiber.
  • Ein Vorteil dieser Anzeigen ist die sehr gute Ablesbarkeit. VFD-Displays lassen sich wesentlich besser ablesen als LCD-Displays. Außerdem benötigen diese Anzeigen keine extra Beleuchtung, da sie von sich aus schon leuchten.
  • Allerdings besitzen die Anzeigen dafür auch den Nachteil, dass sie etwas mehr Energie verbrauchen als beispielsweise LCD-Displays.
  • Inzwischen sind sogar VFD-Displays erhältlich, die nicht nur Buchstaben und Zahlen anzeigen können, sondern grafikfähig sind. Sie werden gerne in verschiedenen Geräten der Unterhaltungselektronik eingesetzt, wo es auf eine gute Ablesbarkeit der Anzeige auch aus größeren Entfernungen ankommt.
  • Für batteriebetriebene Geräte hingegen eignen sich diese Anzeigen wegen ihres höheren Energieverbrauchs weniger. Trotzdem wurden in den 1970er Jahren auch batteriebetriebene Geräte hergestellt, die diese Art von Anzeigen enthielten. Dazu gehörten beispielsweise Taschenrechner. Da VFD-Displays eine etwas höhere Betriebsspannung benötigen, wurden in diesen Geräten extra spezielle Spannungswandler eingebaut, welche die benötigten höheren Spannungen erzeugten.
  • Heute werden meistens für VFD-Displays spezielle integrierte Schaltungen für die Ansteuerung verwendet, die diese benötigten Spannungen bereitstellen.

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