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Was sind Amperestunden? - Eine Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Amperestunden sind oft auf Akkus zu finden, um die Kapazität anzugeben.

Genau genommen ist eine Amperestunde die Menge an elektrischer Energie, die durch einen elektrischen Leiter fließt, wenn der Strom ein Ampere beträgt. Häufig tauchen Amperestunden auch im Zusammenhang mit der Kapazität von Akkus auf. Sie dienen dort als Angabe dafür, wie viel Kapazität ein Akku besitzt. So werden Amperestunden zum Beispiel verwendet, um die Kapazität von Autobatterien oder Akkus anderer Bauart anzugeben. Die Einheit für die Amperestunde wird mit der Abkürzung Ah angegeben. Nicht verwechseln sollte man die Amperestunden mit der Angabe der Kapazität auf Kondensatoren in Farad. Mit dieser Einheit hat die Amperestunde nichts zu tun.

Wissenswertes

  • Die Amperestunden werden meistens als Angabe der Kapazität bei Akkus verwendet. Tatsächlich kann diese Einheit jedoch nur dazu dienen, die Kapazität der Energieträger in ungefähr anzugeben, da die Amperestunde sich nicht dafür eignet, eine elektrische Ladungsmenge exakt anzugeben.
  • Doch was heißt die Einheit eigentlich bzw. was sagt sie aus? Wie schon erwähnt, spricht man von einer Amperestunde, wenn durch einen elektrischen Leiter eine Stunde lang ein Strom von einem Ampere fließt. Besitzt ein Akku beispielsweise eine Kapazität von einer Amperestunde, so heißt dies, dass dieser Akku zumindest theoretisch eine Stunde lang diesen Strom abgeben kann, bevor er entladen ist.
  • Da nun die Akkus aber unterschiedliche Ausgangsspannungen besitzen, wird hier schon deutlich, warum diese Angabe mit der gespeicherten Energiemenge an sich nicht viel zu tun hat. Ein Strom von einem Ampere alleine kann ja noch nichts über die eigentliche Energiemenge aussagen, da hier die elektrische Spannung noch eine wesentliche Rolle spielt.
  • Die Amperestunde gibt also nur einen Teil der Leistung in Watt an, da das Produkt Watt sich aus der elektrischen Spannung und aus der Stromstärke in Ampere zusammensetzt. Bei der Amperestunde handelt es sich genauer gesagt um eine Art Ladungsträgerkapazität.
  • Trotzdem kann natürlich die Amperestunde schon Aufschluss darüber geben, wie viel Kapazität ein Akku besitzt. Hat ein solcher Akku beispielsweise eine Kapazität von einer Amperestunde, so kann dieser theoretisch eine Stunde lang einen Strom von einem Ampere abgeben. Verringert sich die Stromstärke auf beispielsweise 500 Milliampere, so kann dieser Strom zumindest theoretisch zwei Stunden lang abgegeben werden, ehe der Akku entladen ist.
  • Verdoppelt sich die Stromstärke auf zwei Ampere, so halbiert sich die Zeit bis zur Entladung des Akkus auf eine halbe Stunde. Natürlich sind dies alles nur theoretische Werte, die dazu dienen sollen, die Kapazität von Akkus in ungefähr anzugeben.
  • Tatsächlich ist es ja wohl auch so, dass die Kapazität von Akkus mit der Zeit abnimmt. Ein älterer Akku beispielsweise besitzt in der Regel nur noch einen gewissen Anteil der ursprünglichen Kapazität. Ebenso gelten diese Werte natürlich nur dann, wenn der Akku voll aufgeladen wurde.

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