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Wie erkennt man ein hochwertiges Makro-Objektiv?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Wenn man einen farbenprächtigen Schmetterling sieht wünscht man sich ein Makro-Objektiv.

Wenn man auf einer Fotoreise plötzlich einen farbenprächtigen Schmetterling sieht, wünscht man sich, ihn in aller Intensität und Leuchtkraft bestmöglich aufzunehmen. Spätestens dann, wenn solche Situationen öfter vorkommen, beschäftigt man sich mit dem Makro-Objektiv. Nun wird mit diesem Begriff in der Werbewirtschaft nicht gespart, und Makro ist nicht gleich Makro.

  • Oft wird ein Wechselobjektiv mit dem Zusatz Makro versehen, wenn man ein Objekt unter einem halben Meter scharfstellen kann. 
  • Das kann bei kompakten Kameras sogar bis zu einem Zentimeter reduziert sein. Dadurch erscheinen die Aufnahmen im Ergebnis recht groß. 
  • Fast sämtliche hochwertigeren Digitalkameras und kompakte Spiegelreflex-Reisezoomobjektive besitzen diese Möglichkeit, erkennbar am verbreitet verwendeten Blumen-Symbol. 
  • Man sollte bei der Anschaffung auf die Verzeichnungswerte und die Lichtstärke der Makrofunktion schauen; viele Tests, vor allem in Fachzeitschriften, beinhalten diese Werte.

  1. Ein "echtes" Makro-Objektiv an einer Spiegelreflexkamera ist im herkömmlichen Sinn ein Objektiv, welches einen Abbildungsmaßstab von mindestens 1:2 hat. 
  2. Das bedeutet, dass 1 cm des realen Objekts vor der Linse 0,5 cm auf dem Sensor bzw. Film entspricht. Bei dem üblichen Abbildungsmaßstab von 1:1 wäre 1 cm des Objekts genau 1 cm auf Sensor bzw. Film. 
  3. Die extremsten bieten einen Abbildungsmaßstab von 5:1, dann ist 1 cm des Objekts 5 cm auf dem Sensor oder Film! Die besten Ergebnisse erreicht man mit einer Festbrennweite, welche verbreitet zwischen 50 und 100 mm variiert. 
  4. Bei 100 mm kann man etwas weiter vom Objekt weg sein, gerade bei dessen "Fluchtgefahr", zudem ist es noch ein passendes Potrait-Teleobjektiv. Die Lichtstärke sollte im üblichen Festbrennweiten-Bereich liegen, also F2.8 oder besser noch F2.0. 
  5. Diese Objektive kann man beim Kamerahersteller oder auch bei einem der bekannten markenübergreifenden Hersteller kaufen. 
  6. Man muss aber wissen, dass hochwertige Makro-Objektive in jedem Fall 400-500 Euro verschlingen können, bei Markenherstellern sind 1000 Euro und mehr keine Seltenheit.
  7. Daher soll man sich überlegen, ob die Anschaffung durch die einmaligen Aufnahmen, die damit gelingen können, gerechtfertigt ist. 
  8. Gebrauchte Objektive sind hier eine sinnvolle Alternative, man kann damit erstmal probieren. 
  9. Eine eingehende Beschäftigung mit der Makro-Fotografie im Vorfeld der Anschaffung anhand einschlägiger Literatur ist ebenfalls sehr hilfreich.

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