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Wie funktioniert ein Festplattenreceiver?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Ein Receiver mit Festplatte kann Fernsehsendungen aufzeichnen und später wiedergeben.

Receiver mit einer eingebauten Festplatte sind eine äußerst praktische Sache, wenn es darum geht, Fernsehsendungen auf dieser aufzuzeichnen, um sich diese später anzusehen. Diese Receiver sind für unterschiedliche Empfangsarten wie beispielsweise terrestrischen Fernsehempfang, Fernsehempfang über Kabel und natürlich den Fernsehempfang über Satellit erhältlich. Zum Teil verfügen diese Geräte sogar über zwei eingebaute Empfangsteile, damit eine Sendung aufgezeichnet werden kann, während gleichzeitig eine Sendung in einem anderen Fernsehprogramm angeschaut wird. Je nach Art des Gerätes verfügt es noch über einige weitere Möglichkeiten bzw. Funktionen.

Festplattenreceiver Funktionen

  • Viele Receiver bieten heutzutage die Möglichkeit, Fernsehsendungen aufzunehmen, damit man sie später ähnlich wie beim Videorekorder wieder anschauen kann. Für das Aufzeichnen der Fernsehsendungen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einige Geräte verfügen über einen USB-Anschluss, an dem eine externe Festplatte oder ein Memorystick angeschlossen werden kann. Andere Ausführungen dieser Geräte besitzen eine eingebaute Festplatte, auf der die Aufzeichnung der Fernsehsendungen vorgenommen wird.
  • Im Prinzip funktioniert es bei beiden Arten von Geräten ähnlich. Die Fernsehsendungen werden in einem digitalen Format (ähnlich wie bei der DVD) auf den Datenträger (der Festplatte oder einen Memorystick) gespeichert. Später kann dann der Receiver auf diese Daten zurückgreifen, um die aufgezeichneten Fernsehsendungen wieder abzuspielen. Die Aufzeichnung der Fernsehsendungen erfolgt häufig im Format TS. Diese Abkürzung steht für "Transport Stream".
  • Häufig ist es aber auch so, dass bei einem Receiver mit eingebauter Festplatte nicht nur die aufgezeichneten Fernsehsendungen auf dieser abgespeichert werden. Je nach Ausstattung des Gerätes kann sich auf der Festplatte auch ein Betriebssystem befinden, das beim Hochfahren des Gerätes gebootet wird.
  • Es gibt tatsächlich Receiver, die zum Betrieb ein Betriebssystem verwenden, wie es auch für den Computer verwendet wird (zum Beispiel Linux).  Ein Beispiel für einen solchen Receiver ist die sogenannte "Dreambox".
  • Bei einigen dieser Receiver handelt es sich im Prinzip um eine Art Multimediacomputer, auf dem auch ein anderes Betriebssystem installiert und genutzt werden kann. Auf diese Weise lassen sich teilweise auch die Funktionen der Geräte softwarebedingt erweitern.
  • Andere Geräte sind hier etwas einfacher gestrickt. Zwar bieten diese auch nützliche Funktionen an wie beispielsweise das zeitversetzte Fernsehen (Time Shift) oder zwei eingebaute Empfangsteile, bieten jedoch keine Möglichkeit an, die aufgezeichneten Sendungen beispielsweise auf einen externen Datenträger zu überspielen.
  • Oft handelt es sich bei solchen Geräten um Receiver, die auch für das Pay-TV hergestellt wurden. Hier ist es aus rechtlichen Gründen schwierig, die aufgezeichneten Sendungen auf einen externen Datenträger zu überspielen. Vor allem gilt dies dann, wenn es sich bei den aufgezeichneten Sendungen um solche handelt, die über das normale Fernsehprogramm nicht ausgestrahlt wurden.
  • Insgesamt gesehen handelt es sich aber bei solchen Geräten um eine äußerst praktische Sache. Man sollte sich vor dem Kauf nur überlegen, welche Variante hier in Betracht kommt (zum Beispiel ein Festplattenreceiver oder ein Gerät mit der Anschlussmöglichkeit für einen externen Datenträger).

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