Foto: Shutterstock.com

Wie funktioniert ein FI-Schalter?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Der FI-Schalter dient dazu, den Benutzer elektrischer Geräte vor Stromschlägen zu schützen.

Der FI-Schalter (oder auch Fehlerstromschutzschalter) ist eine technische Einrichtung in elektrischen Anlagen, die den Benutzer von elektrischen Geräten vor Stromschlägen schützen soll, die durch defekte Elektrogeräte verursacht werden können. Die Abkürzung FI besteht aus dem Kürzel für "Fehler" und dem Formelzeichen für den elektrischen Strom "I". Notwendig für eine korrekte Funktion eines Fehlerstromschutzschalters ist der sogenannte Schutzkontakt an Steckdosen sowie Netzsteckern von elektrischen Geräten.

  • Auch wenn ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) einen gewissen Schutz bei defekten an elektrischen oder elektronischen Geräten darstellt, sollten Sie trotzdem davon absehen, offensichtlich defekte Geräte in Betrieb zu nehmen und diese an eine Steckdose anzuschließen.
  • Nicht alle Defekte an elektrischen Geräten und die dadurch resultierenden Gefahren können durch einen Fehlerstromschutzschalter ausgeschlossen werden.

Die Funktionsweise des FI-Schalters

  • Um die Funktion eines Fehlerstromschutzschalters (FI-Schalters) besser verstehen zu können, soll an dieser Stelle ein einfaches Beispiel genannt werden, das dessen Funktion besser verständlich machen kann.
  • Nehmen Sie einmal an, Sie besitzen ein Bügeleisen. Dieses Bügeleisen besitzt in der Heizplatte eine elektrische Heizung, die das Bügeleisen aufheizt.
  • Nun passiert folgendes: Der Heizwendel in dieser Heizung geht kaputt. Ein Ende an der unterbrochenen Stelle kommt mit dem metallenen Gehäuse an der Heizplatte in Berührung.
  • Sie wundern sich indessen, warum das Bügeleisen nicht heiß wird und fassen möglicherweise sogar an die Heizplatte. Sie können sich wahrscheinlich vorstellen, was nun passiert: Sie bekommen einen elektrischen Schlag, da die Heizplatte mehr oder weniger direkt in Kontakt mit der Netzspannung steht.
  • Zwar passiert dies nur dann, wenn das unterbrochene Ende, das mit der Heizplatte in Berührung kommt, mit der Phase der Steckdose verbunden ist. Trotzdem ist natürlich die Gefahr recht groß, dass ausgerechnet in einem solchen Fall es die Phase ist, welche dann mehr oder weniger direkt mit der Heizplatte in Berührung kommt.
  • Nun kommet der Schutzkontakt der Steckdose und damit der Fehlerstromschutzschalter ins Spiel. Der Schutzkontakt ist nämlich über die Netzleitung direkt mit der Heizplatte Ihres Bügeleisens verbunden.
  • Der elektrische Strom fließt also nicht mehr zum Nullleiter, sondern über die Stelle der Unterbrechung am Heizwendel zur Heizplatte und damit zum Schutzleiter.
  • Der Fehlerstromschutzschalter registriert hierdurch einen Stromfluss, wie er normalerweise nicht vorkommen dürfte, und unterbricht sofort die Stromzufuhr zur Steckdose. Damit ist natürlich auch die Gefahr eines elektrischen Schlages gebannt.
  • Sie sehen also, dass der Fehlerstromschutzschalter eine reine Sicherheitseinrichtung in der elektrischen Installation darstellt. Diese Sicherheitseinrichtung ist natürlich nicht zu verwechseln mit den normalen Sicherungsautomaten, die sich ebenfalls im Sicherungskasten der Wohnung oder des Hauses befinden.
  • Diese Sicherungsautomaten sprechen nämlich nur dann an, wenn eine gewisse Stromstärke an einer Steckdose überschritten wird. Dies kann beispielsweise durch einen Kurzschluss in einem elektrischen Gerät der Fall sein.
  • Natürlich helfen auch alle diese Sicherheitseinrichtungen dann nichts, wenn grob fahrlässig mit dem elektrischen Strom umgegangen wird. Dies sollten Sie immer beachten, wenn Sie mit elektrischen Geräten aller Art hantieren.

Kommentare