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Wie funktioniert eine Solarlampe? - Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Eine Solarlampe funktioniert mit einem Akku, der tagsüber von einer Solarzelle aufgeladen wird.

In vielen Gärten und auf vielen Balkonen sieht man sie mittlerweile: Solarlampen, deren Akku tagsüber von einer Solarzelle aufgeladen wird. Abends in der Dämmerung schaltet sich dann die eingebaute Leuchtdiode ein und sorgt so für eine stimmungsvolle und dezente Beleuchtung des Gartens oder Balkons. Doch wie funktioniert das Ganze eigentlich genau? Auf jeden Fall funktioniert die Solarlampe ganz automatisch. Man bekommt eine solche Lampe mittlerweile sehr preisgünstig in Baumärkten und vielen anderen Geschäften. Nur im Winter während der kürzeren Tage funktionieren diese Lampen meistens nicht besonders gut.

Hilfreiche Hinweise

  • Namensgeber und zugleich wichtigster Bestandteil einer solchen Solarlampe ist die eingebaute Solarzelle. Ohne diese kann eine solche Lampe natürlich nicht funktionieren. Je nach Bauart der Lampe hat diese entweder eine oder sogar zwei Funktionen.
  • Zum einen sorgt sie dafür, dass der eingebaute Akku während des Tages bei einem entsprechenden Lichteinfall aufgeladen wird. Bei manchen Modellen sorgt sie auch dafür, dass die eingebaute LED in der Dämmerung automatisch eingeschaltet wird. Die Solarzelle hat bei den meisten Modellen genau genommen vier einzelne Zellen, die jeweils eine Spannung von 0,5 Volt liefern. Insgesamt sind es also bis zu 2 Volt, die von einer solchen Solarzelle erzeugt werden. Dies reicht aus, um den eingebauten Akku zu laden.
  • Dieser Vorgang wird von einer eingebauten elektronischen Schaltung gesteuert. Die Schaltung ist auch dafür da, abhängig vom einfallenden Tageslicht die Beleuchtung ein- oder auszuschalten. Dies geschieht entweder durch die Solarzelle selbst, indem die erzeugte Spannung gemessen wird oder durch eine separate Photozelle, die abhängig vom Lichteinfall ihren elektrischen Widerstand ändert und dadurch die LED schaltet.
  • Die elektronische Schaltung in der Solarlampe hat aber noch eine andere Funktion. In ihr ist ein Spannungswandler enthalten, über den die für die LED benötigte Betriebsspannung erzeugt wird. Diese Solarlampen funktionieren meistens mit einer einzigen Akkuzelle, die eine Spannung von 1,2 Volt liefert (wenn sie aufgeladen ist). Eine LED benötigt aber eine höhere Spannung von etwa 3 Volt, die vom integrierten Spannungswandler bereitgestellt wird.
  • Der eingebaute Akku besteht in der Regel aus einer einzigen Akkuzelle in Nickel-Metallhydrid-Technik. Er sorgt dafür, dass die Leuchtdiode während der Dunkelheit leuchten kann. Meistens haben diese Akkus eine Kapazität von ca. 600 Milliampere. Dies reicht aus, um die Solarlampe abends und nachts für einige Stunden leuchten zu lassen. Natürlich hängt die Betriebsdauer hauptsächlich davon ab, wie viel Tageslicht im Laufe des Tages von der eingebauten Solarzelle in elektrische Energie umgewandelt werden kann.
  • Mit anderen Worten heißt dies, dass es vom Wetter und von der Jahreszeit abhängt, wie lange die Solarlampe abends und nachts leuchtet. Bei bedecktem Himmel wird sie wahrscheinlich wesentlich kürzer leuchten als bei strahlendem Sonnenschein. Im angegebenen Link finden Sie übrigens einen Schaltplan von einer solchen Solarlampe.

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