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Wie man als Anfänger mit einem Elektronik-Bausatz umgeht

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Elektronikbausätze werden immer wieder gerne als Einstiegsmöglichkeit für angehende Elektroniker oder Hobbyelektroniker genutzt.
Sie garantieren einen recht schnellen und einfachen Weg, um die ersten Erfolgserlebnisse zu sammeln, wenn die aufgebaute Schaltung nachher wie gewünscht funktioniert. Elektronikbausätze enthalten eine sogenannte gedruckte Schaltung oder auch Platine, alle benötigten Bauteile sowie einen Bestückungsplan und einen Schaltplan von der aufzubauenden elektronischen Schaltung.

 

Das Zusammenstellen geeigneter Bauteile und das Herstellen einer gedruckten Schaltung sind somit nicht erforderlich. Aber auch beim Aufbau eines solchen Bausatzes sollte äußerst gründlich und sorgfältig vorgegangen werden, damit die Schaltung oder das Gerät nachher richtig funktionieren kann. Sehr schnell schleichen sich beim Aufbau der Schaltung Fehler ein, vor allem dann, wenn man nur wenig oder gar keine Erfahrung im Aufbau elektronischer Schaltungen besitzt.

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Bitte beachten

  • Lötkolben und Lötzinn
  • Seitenschneider
  • Gegebenenfalls zusätzliche Komponenten, die zum Betrieb der Schaltung notwendig sind (beispielsweise Batterie oder Netzteil).

Verschiedene Punkte, die Sie beim Aufbau einer elektronischen Schaltung beachten sollten

  • Wenn Sie den Bausatz auspacken, überprüfen Sie zunächst, ob alle benötigten Teile auch enthalten sind. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass Sie weitere benötigte Geräte oder Komponenten zum Betrieb der Schaltung zur Verfügung haben. 


  • Sortieren Sie die Bauteile am besten in der Reihenfolge, wie diese später in die Platine eingesetzt und eingelötet werden sollen. In der Regel ist es so, dass man zunächst mit den Widerständen und Kondensatoren anfängt, um später Halbleiterbauteile wie Dioden und Transistoren sowie integrierte Schaltungen in die Platine einzusetzen.
  • Bei bestimmten elektronischen Bauteilen müssen Sie unbedingt auf die Polarität achten. Die Anschlüsse von Elektrolytkondensatoren, Dioden, Transistoren und integrierten Schaltungen dürfen keinesfalls verwechselt werden, da dies nicht nur dazu führt, dass die Schaltung nachher nicht funktioniert, sondern auch zum Ausfall der betroffenen Bauteile führt.
  • Gehen Sie beim Löten am besten so vor, dass Sie den Anschlussdraht des Bauteils und die Lötfläche der Platine mit den Lötkolben gleichzeitig erhitzen, während Sie gleichzeitig Lötzinn zuführen.
  • Achten Sie darauf, dass die Lötzeit pro Lötstelle nicht mehr als drei bis fünf Sekunden dauert. Handelt es sich um Bauteile mit sehr vielen Anschlüssen (beispielsweise integrierte Schaltungen), achten Sie auch auf die Temperatur des Bauteils.




  • Gegebenenfalls sollten Sie kurze Pausen einlegen, damit das Bauteil nicht überhitzen kann. Mit der Zeit werden Sie sicherlich Übung darin bekommen und die Lötungen in kürzester Zeit durchführen können. 




  • Haben Sie alle elektronischen Bauteile in die Platine eingesetzt und verlötet, nehmen Sie die externen Anschlüsse (Anschlussdrähte sowie externe Bauteile) vor. Achten Sie auch hier auf die Polaritäten der Anschlusskabel oder externen Bauteile.
  • Führen Sie nach dem Aufbau der Schaltung eine gründliche Sichtprüfung durch. Überprüfen Sie dabei auch, ob Sie versehentlich Kurzschlüsse durch Lötzinn verursacht haben (zum Beispiel durch die Verwendung von zu viel Lötzinn).
  • Sind Sie soweit mit dem Aufbau und der abschließenden Überprüfung fertig, können Sie die Schaltung das erste Mal in Betrieb nehmen. Sollte die Schaltung nicht oder nicht richtig funktionieren, trennen Sie diese sofort von der Stromversorgung und nehmen Sie nochmals eine Überprüfung vor.




  • Noch ein Tipp zum Schluss: Gründlichkeit und Sorgfalt beim Aufbau der Schaltung ersparen Ihnen möglicherweise eine spätere Fehlersuche, die meistens viel länger dauert. Außerdem kommen Sie so viel schneller in den Genuss eines Erfolgserlebnisses.

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