Foto: Gerd Weichhaus / asklubo.com

Wie man einen HDMI-Adapter am Raspberry Pi nutzen kann

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Einen VGA-Anschluss besitzt der Raspberry Pi nicht.

Der Einplatinencomputer Raspberry Pi besitzt von Haus aus zwei Videoanschlüsse. Über den Cinch-Anschluss kann ein herkömmlicher analoger Videomonitor angeschlossen werden. Eine wesentlich bessere Bildqualität liefert allerdings der eingebaute HDMI-Anschluss. Einen VGA-Anschluss besitzt der Raspberry Pi nicht. Möchte man einen herkömmlichen VGA-Monitor an dem Minicomputer betreiben, muss man einen entsprechenden Adapter verwenden. Allerdings hat die Verwendung dieses Adapters dass auch ihre Tücken. 

Foto: Gerd Weichhaus / asklubo.com
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Was Sie benötigen

  • Raspberry Pi mit Netzteil, Maus, Tastatur und mit Betriebssystem versehener Speicherkarte.
  • HDMI-VGA-Adapter
  • Speicherkartenleser für den Computer

Woran liegt es, wenn der Bildschirm bei der Verwendung des Adapters dunkel bleibt?

Auf den ersten Blick scheint die Verwendung eines HDMI-VGA-Adapters eine sehr einfache Sache zu sein. Der Adapter wird einfach zwischen den Raspberry Pi und den VGA-Monitor geschaltet. Leider passiert es allzu häufig, dass der Bildschirm beim Hochfahren des Minicomputers nichts anzeigt. Woran liegt das?

 

Normalerweise ist es so, dass ein Gerät mit HDMI-Anschluss mit dem angeschlossenen Monitor kommuniziert. Die Signalverarbeitung erfolgt hier rein digital. Informationen, beispielsweise über die vom Monitor unterstützten Auflösungen, können direkt zwischen Computer und Monitor erfolgen. Bei der Verwendung eines Adapters allerdings ist dies nicht mehr der Fall. Bei dem hier verwendeten HDMI-VGA-Adapter handelt es sich um eine elektronische Schaltung, welche die digitalen Signale vom HDMI-Anschluss in analoge Signale für den VGA-Anschluss umwandelt. Die Übertragung der eben beschriebenen Informationen bezüglich der vom Monitor unterstützten Auflösungen dagegen kann hier nicht stattfinden. So kann es beispielsweise sein, dass der Raspberry Pi in eine vom Monitor nicht unterstützte Auflösung umschaltet. In diesem Fall das der Bildschirm dunkel. 

 

 

Die Lösung für dieses Problem:

 

  • Im Grunde ist es eine ganz einfache Sache. Man muss einfach dem Raspberry Pi eine vorgegebene Auflösung mitteilen, mit welcher der angeschlossene VGA-Monitor auf jeden Fall etwas anfangen kann. Um dies zu erreichen, muss die auf der Speicherkarte vorhandene Datei mit dem Namen „config.txt“ etwas modifiziert werden.
  • Öffnen Sie dazu als Erstes diese Datei, indem Sie die mit dem Betriebssystem versehene Speicherkarte in den Speicherkartenleser Ihres Computers einlegen. Im Stammverzeichnis der Speicherkarte finden Sie die Dateien mit dem oben genannten Dateinamen. Öffnen Sie diese Datei mit dem in Windows integrierten Editor.
  • In diese Datei müssen Sie die folgenden Zeilen einfügen:

 

# HDMI to VGA converter settings (1280: 35, 1920: 68)

disable_overscan=1

hdmi_ignore_edid=0xa5000080

hdmi_group=2

hdmi_mode=16

hdmi_drive=2

config_hdmi_boost=0

 

  • Die Raute vor der Zeile mit dem Eintrag „hdmi_safe=1“ entfernen Sie.
  • Das Ganze sieht dann etwa so aus wie im folgenden Bild.


 

Speichern Sie die geänderte Datei einfach wieder auf der Speicherkarte ab. Wenn Sie nun den Adapter und den Monitor am Raspberry Pi anschließen, sollte der VGA-Monitor funktionieren. 

 

 

Noch ein Tipp zum Schluss: Eine Auflistung der vom Raspberry Pi unterstützten Videomodi finden Sie im Internet unter den angegebenen Link. Hier müssen Sie etwas herunterscrollen, bis Sie zum Eintrag hdmi-mode gelangen. Dies ist allerdings nur dann erforderlich, wenn Ihr angeschlossener Bildschirm mit den oben angegebenen an Einstellungen nicht funktionieren sollte.

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