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Wie man LED-Schilder selber herstellen kann

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Mit etwas Geduld und Fingerfertigkeit können Sie Ihr ganz individuelles und eigenes LED-Schild herstellen.
Hierfür benötigen Sie nur einige Grundkenntnisse in der Elektronik sowie einige Bauteile, die Sie preisgünstig im Elektronikfachhandel erhalten können.

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Dinge die benötigt werden:

  • Leuchtdioden in der ausreichenden Anzahl (siehe Text)

  • Lötkolben und Lötzinn

  • Lochrasterplatine in der Größe des Schildes

  • gegebenenfalls doppelseitiges Klebeband (siehe Text)

  • dünnes Kabel, dass Sie zum Verbinden der entsprechenden Lötstellen benötigen

  • Vorwiderstände für die Leuchtdioden (siehe Text)

  • entweder ein passendes Netzteil oder einen Stecker für den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs

Die Herstellung des LED-Schildes

  • Am besten machen Sie sich am Anfang eine Skizze auf einem Blatt Papier, in der Sie die gewünschten Buchstaben, Zahlen oder Zeichen aufzeichnen, wie sie später auf dem fertigen Schild zu sehen sein sollen. Hierbei können Sie feststellen, wie viele Leuchtdioden Sie benötigen.

 

  • Danach können Sie beginnen, die Leuchtdioden auf der Platine in der gewünschten Anordnung einzusetzen. Hier kommt das doppelseitige Klebeband ins Spiel. Es kann sehr behilflich beim Einsetzen der LEDs sein, damit diese vor dem Verlöten nicht ständig wieder aus der Platine herausfallen. Beachten Sie beim Einsetzen der Leuchtdioden die Polarität und setzen Sie die LEDs so ein, dass die Pluspole alle in dieselbe Richtung zeigen. Den Pluspol einer LED erkennen Sie übrigens an der kleineren Elektrode im Inneren der LED oder dem längeren Anschlussdraht. 

 

  • Nach dem Einsetzen der LEDs drehen Sie die Platine um und schneiden die Anschlussdrähte so lang ab, dass sich diese noch problemlos mit den Leiterbahnen der Platine verlöten lassen.

  • Jetzt können Sie die Anschlüsse der Leuchtdioden festlöten. Achten Sie dabei darauf, dass die LEDs noch richtig in der Platine sitzen und nicht etwa ein Stück von der Platine abstehen.

  • Jetzt geht es an das Verdrahten der Leuchtdioden. Schalten Sie jeweils fünf Leuchtdioden in Reihe, indem Sie den Pluspol einer Leuchtdiode mit dem Minuspol der nächsten LED verbinden, sodass am Ende jeweils ein Pol für Plus und Minus pro Fünfergruppe übrig bleibt.

 

  • Jede dieser Fünfergruppen benötigt einen Vorwiderstand, dessen Widerstandswert sich nach der Betriebsspannung der LEDs richtet sowie nach der Betriebsspannung der Spannungsquelle. Den erforderlichen Vorwiderstand können Sie wie folgt berechnen: Addieren Sie die fünf Einzelspannungen der eingesetzten LEDs und ziehen Sie diese von der Betriebsspannung der Stromquelle ab. Nun teilen Sie die Differenz durch den Durchlassstrom der verwendeten LED-Sorte. 

  • Dazu ein Beispiel: Betriebsspannung einer LED: 2 Volt, Spannungsquelle: 12 Volt, Durchlassstrom einer LED: 30 Milliampere. 12-10:0,03=66,66Ohm. Nehmen Sie den nächsthöheren erhältlichen Widerstandswert als Vorwiderstand. Sollten Sie LEDs mit einer höheren Betriebsspannung verwenden, können Sie auch die Anzahl der LEDs pro Reihe verringern und die Berechnung des Vorwiderstandes entsprechend ändern.

  • Schalten Sie den Vorwiderstand mit der LED-Gruppe in Reihe. Dies tun Sie mit jeder LED-Gruppe so lange, bis alle LEDs mit einem Vorwiderstand versehen sind. Anschließend können Sie die LED Gruppen samt Vorwiderstand alle parallel schalten und mit der Betriebsspannung versehen. Wenn Sie alles richtig angeschlossen haben, erscheint nun der gewünschte Schriftzug leuchtend auf Ihrem LED-Schild.

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