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Wie veringert man Elektrosmog im eigenen Haus?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Die Bekämpfung von Elektrosmog im Haus ist ein heikles Thema.
Objektive Informationen und konkrete Problemlösungen sind für Laien nur sehr schwer zu unterscheiden von unbegründeter Hysterie und Wundermitteln, an denen nur der Verkäufer verdient. Um so wichtiger ist es, sich vorher über die Ursachen, mögliche Folgen und die Mittel zu deren Bekämpfung umfangreich zu informieren.
Unter Elektrosmog werden zunächst alle Arten von elektrischen oder magnetischen Feldern zusammengefasst. Sie können rein statischer Natur sein, wie z.b. das Magnetfeld der Erde, oder sich in Form von elektromagnetischer Strahlung manifestieren. Die meisten gesundheitlichen Beeinträchtigungen werden den elektromagnetischen Wechselfeldern zugeschrieben, es werden aber auch immer wieder Fälle der Sensibilität gegenüber statischen Feldern veröffentlicht.

  • Vor der Durchführung konkreter Maßnahmen sollte man sich also im klaren darüber sein, welche Art von Elektrosmog reduziert werden soll. Danach müssen die Quellen der Beeinträchtigung, ggf. geordnet nach Intensität, identifiziert werden. Erst dann können konkrete Maßnahmen ergriffen werden.
  • Da sich die Intensität elektromagnetischer Felder umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung von der Quelle verhält, besteht ein wirksames Mittel zu Verringerung von Beeinträchtigungen in einer Erhöhung des Abstandes zwischen Körper und Störquelle.

Elektromagnetische Wechselfelder/Strahlung
Viele Quellen von elektromagnetischer Strahlung im Haushalt können relativ einfach eliminiert werden:

  • Mobiltelefone,
  • Schnurlos- (DECT-) Telefone,
  • CB- und andere Funkgeräte

lassen sich einfach abschalten oder ihr Gebrauch auf ein Minimum reduzieren. 

Andere Quellen von Elektrosmog lassen sich nicht so leicht erkennen. Netzteile von Radio- oder Fernsehgeräten und PCs, Vorschaltgeräte von Leuchtstoffröhren (um nur einige zu nennen) sind oft intensive Strahlungsquellen. Da der Netzschalter, wenn überhaupt vorhanden, oft nach dem Netzteil angeordnet ist, hilft auch das Ausschalten nur wenig. Das Gerät muss (z.b. mit einer schaltbaren Steckerleiste) konsequent vom Netz getrennt werden.

 

Statische Felder

  1. Da die Ströme von Haushaltsgeräten vergleichsweise gering sind, werden die Felder, die von den Installationsleitungen, die im Haus verlegt sind, abgestrahlt werden, in der Regel als statisch betrachtet. 
  2. Eine nachträgliche Reduzierung durch Abschirmung der Leitungen ist nur mit großem Aufwand möglich. Eine Alternative besteht in der Trennung der betroffenen Stromkreise vom Netz während des Nicht-Gebrauchs (z.b. nachts). 
  3. Bei Neubauten dagegen sollten nicht nur abgeschirmte Leitungen verwendet werden, sondern die gesamte Installation muss in ein geschlossenes Schirmungs- und Erdungssystem einbezogen werden. 
  4. Der ausführende Elektriker sollte über einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen verfügen. Die oft propagierten abschirmenden Tapeten oder Anstriche sind in Expertenkreisen stark umstritten. Ihre Wirkung sollte man sich anhand von Messungen demonstrieren lassen.
  5. Generell ist es zu empfehlen, Maßnahmen zur Beseitigung/Verringerung von Elektrosmog durch entsprechende Messungen (vorher/nachher) zu begleiten. Geeignete Messgeräte können im Fachhandel ausgeliehen werden.

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