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Wie wird ein Transistor verwendet?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Der Transistor ist ein einfach zu verwendendes Bauteil, das als elektronischer Verstärker dient.

Kaum eine andere Erfindung hat die Elektronik so revolutioniert wie der Transistor. Was kaum einer elektronischen Schaltung oder einem elektronischen Gerät ist heute der Transistor noch wegzudenken. Ob Radio, Computer oder Fernseher; jedes dieser Geräte enthält eine mehr oder weniger große Anzahl von Transistoren. Ein Computer beispielsweise würde ohne Transistoren nicht in das Computergehäuse passen, sondern würde vermutlich ganze Räume füllen. Die Verwendung eines solchen Bauteils funktioniert im Grunde ganz einfach.

  • Transistoren sind sehr empfindliche elektronische Bauteile. Vermeiden Sie es daher unbedingt, das Bauteil falsch anzuschließen oder beim Einlöten auf eine Platine zu überhitzten.
  • Es gibt zahlreiche unterschiedliche Transistoren mit ebenso unterschiedlichen elektrischen Werten. Verwenden Sie nur Transistoren, deren elektrische Werte sich für den Einsatz in Ihrer Schaltung eignen.

Der Transistor erklärt

Der Transistor verfügt über drei verschiedene Anschlüsse: Den Kollektor, den Emitter und die Basis. Im Folgenden können Sie lesen, wie diese Anschlüsse für die Verwendung eines Transistors richtig beschaltet werden.

  • Über den Kollektor und den Emitter fließt der Hauptstrom des Transistors. Die Basis dient dazu, den Strom über die Kollektor-Emitter-Strecke zu beeinflussen.
  • Je nach Ausführung des Transistors wird die Basis dazu entweder mit einer positiven oder negativen Ladung angesteuert. Bei einem NPN-Transistor beispielsweise wird die Basis positiv angesteuert, während bei einem PNP-Transistor die Ansteuerung negativ erfolgen muss.
  • Nehmen wir einmal an, Sie besitzen einen NPN-Transistor. Sie nehmen eine Spannungsquelle und schließen an den Pluspol dieser eine kleine Glühlampe an. Den anderen Pol der Lampe verbinden sich nun mit dem Kollektor des Transistors.
  • Den Ermittler des Transistors verbinden sich nun mit dem Minuspol ihrer Spannungsquelle. Da der Transistor noch keinen Steuerstrom über die Basis erhält, schaltet dieser auch noch nicht durch und die Lampe leuchtet zunächst nicht.
  • Wenn Sie nun aber die Basis des Transistors über einen entsprechenden Widerstand mit dem Pluspol Ihrer Spannungsquelle verbinden, so schaltet der Transistor die Kollektor-Emitter-Strecke durch und die angeschlossene Lampe beginnt zu leuchten.
  • Der Transistor arbeitet hier also als eine Art elektronischer Schalter oder auch ähnlich wie ein Relais. Aber der Transistor kann noch mehr als ein gewöhnliches Relais.
  • Sie können nämlich die angeschlossene Leuchte über den Transistor nicht nur ein- oder ausschalten, sondern auch deren Helligkeit über den Transistor steuern, indem Sie beispielsweise einen regelbaren Widerstand zur Ansteuerung der Basis verwenden.
  • Dabei kann es sich beispielsweise um ein Potenziometer handeln. Über diesen regelbaren Widerstand fließt nur ein sehr geringer Steuerstrom, während der Hauptstrom über die Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors fließt.
  • Aus dieser Eigenschaft resultiert auch die verstärkende Wirkung des Transistors. Mit einem geringen Steuerstrom kann ein wesentlich höherer Arbeitsstrom eingestellt werden.
  • Im Gegensatz zu einem Relais ist der Transistor darüber hinaus in der Lage, bis zu mehrere Millionen Schaltvorgänge in einer Sekunde durchzuführen. Daher eignet sich der Transistor auch dazu, hochfrequente Signale zu verstärken.

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