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Wie wird eine Elektronenröhre verwendet? - Eine Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Elektronenröhren funktionieren ähnlich wie Transistoren. Wie werden sie verwendet?

Noch lange bevor es Transistoren gab, wurden Elektronenröhren in Radios und anderen elektronischen Geräten eingesetzt. Auch heute noch beschäftigen sich viele Hobbyelektroniker mit diesen elektronischen Bauteilen. Im Gegensatz zum Transistor benötigt eine Elektronenröhre allerdings zusätzlich eine Heizung. Zu diesem Zweck besitzt jede Elektronenröhre einen Heizwendel, der mithilfe einer zusätzlichen elektrischen Spannung aufgeheizt wird, damit die Kathode der Elektronenröhre auch Elektronen aussenden kann. Die wichtigsten Anschlüsse neben der Heizung bestehen bei der Elektronenröhre aus der Kathode, dem Gitter und der Anode. Bereits mit einfachen Mitteln lässt sich ein Funktionstest durchführen, der zeigt, ob diese noch funktionstüchtig ist.

  • Wenn Sie das erste Mal mit Elektronenröhren arbeiten möchten, sollten Sie zunächst keine sehr hohen Spannungen verwenden.
  • Die meisten Elektronenröhren lassen sich bereits mit ungefährlichen elektrischen Spannungen bis etwa 60 Volt testen bzw. betreiben.

  • Eine Spannungsquelle zum Beheizen der Kathode
  • Ein Spannungsmessgerät
  • Ein Netzgerät zum Erzeugen der Anodenspannung

Funktionsweise

    1. Wenn Sie eine Elektronenröhre in einer elektronischen Schaltung einsetzen möchten, sollten Sie sich zunächst vergewissern, ob die Elektronenröhre noch intakt ist. Als Erstes sollten Sie daher die Elektronenröhre einer gründlichen Sichtprüfung unterziehen.
    2. Vor allem dann, wenn die Röhre im Inneren des Glaskolbens sich weiß verfärbt, ist dies ein sicheres Indiz dafür, dass das Vakuum der Elektronenröhre nicht mehr intakt ist. Der Glaskolben einer Röhre ist auf der Innenseite mit einem speziellen Stoff beschichtet, der sich beim Eindringen von Luft weiß verfärbt.
    3. Als Nächstes muss überprüft werden, ob der Heizfaden der Elektronenröhre noch in Ordnung ist. Dazu wird eine elektrische Spannung an die Elektronenröhre angelegt, die den Heizfaden glühen lässt. Bei den meisten Elektronenröhren wird die Heizspannung an Pin 4 und Pin 5 angelegt (bei 9-poligen Röhren). Bei 7-poligen Röhren muss die Heizspannung an Pin 3 und Pin 4 angelegt werden. Die Heizspannung beträgt bei Elektronenröhren mit der Bezeichnung "E" (z. B. EL84) 6,3 Volt. Bei Bezeichnungen, die mit einem anderen Buchstaben oder einer Zahl gegeben, kann die Heizspannung eine andere sein.
    4. Der Glühfaden sollte nach wenigen Sekunden sichtbar glühen. Wenn dies der Fall ist, können Sie einen weiteren Test durchführen.
    5. Schließen Sie dazu ein Spannungsmessgerät an die Kathode und das Gitter der Elektronenröhre an. Wird die Röhre beheizt, sollte hier eine Spannung von bis zu einem Volt anliegen.
    6. Verlief auch dieser Funktionstests erfolgreich, kann die Röhre eingesetzt werden. Grundsätzlich ist es so, dass der Arbeitsstrom einer Elektronenröhre von der Anode zur Kathode fließt.
    7. Genau dieser Strom kann durch eine an das Gitter der Elektronenröhre angelegte Spannung beeinflusst werden. Wird beispielsweise eine positive Spannung an das Gitter angelegt, so erhöht sich der Stromfluss von der Anode zur Kathode.
    8. Sie können also mit der Höhe der Gitterspannung den Stromfluss von der Anode zu Kathode direkt beeinflussen. Dadurch kommt der Verstärkereffekt der Elektronenröhre zustande.

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