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Letztes Update am 11.03.2015, 14:43
Um Schäden in Milliardenhöhe zu vermeiden ist Security Software ein Muss für jeden Betrieb.

Jeden Tag werden laut einer Studie des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) 1,5 Millionen Menschen Opfer von Cyber-Attacken. Für die Betroffenen entsteht dabei ein enormer Schaden. Besonders hoch fällt dieser bei Unternehmen aus: In Österreich erleiden Betriebe im Schnitt einen Verlust von 400.000 Euro.

 

Videokonferenzen, Bestellungen von Büromaterial oder dem Mittagessen für die Belegschaft, gemeinsame Online-Speicherplätze – das Internet hat nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen viele Möglichkeiten zu bieten. Wo Vorteile sind, sind aber auch immer Nachteile: Der weltweite Schaden durch Cybercrime wird aktuell auf etwa 750 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, ein einziger Klick führt dabei zu einer langen und schädlichen Kettenreaktion: „Ein Hackerangriff löst eine ganze Kaskade von Schäden aus. Von direkten Schäden beim Unternehmen über Haftungsklagen bis hin zum Reputationsverlust“, weiß VVO-Vizepräsident Wolfram Littich.

Leichtfertig trotz Information

Die Gefahren, die auch im Internet lauern können, sind dabei aber der Mehrheit der Österreicher bekannt: 71 Prozent geben etwa an, bereits selbst Erfahrung mit virtueller Kriminalität gemacht zu haben, mehr als die Hälfte wurde bereits selbst Opfer eine Cyber-Attacke. Und das, obwohl der Wissensstand der User hierzulande sehr groß ist. 88 Prozent wissen über Computerviren, 63 Prozent über Identitätsdiebstahl und 52 Prozent über Phishing Bescheid. Das Nutzungsverhalten der Internetnutzer sieht aber eher nicht dementsprechend aus, denn lediglich ein Drittel hat eine Firewall installiert und nur 31 Prozent schützen ihren PC mit einem Passwort. Die Codes setzen sich dabei aber meist aus einfachen Zahlenkombinationen oder Geburtsdaten zusammen, 17 Prozent bewahren das Sicherheitskennwort sogar in Griffnähe des PCs auf.

Cyberschutz als Muss

11.199 Fälle von Internetkriminalität wurden alleine im Jahr 2013 in Österreich verzeichnet. „Die Realität ist dabei aber viel schlimmer“, erklärt Leopold Löschl, Leiter des Cybercrime-Competence-Center des Bundeskriminalamtes. Weil viele Vorfälle gar nicht erst gemeldet werden, sei die Dunkelziffer in diesem Bereich nämlich besonders hoch. Für Privatpersonen sowie auch für Unternehmen ist Security Software daher unbedingt notwendig, denn nicht selten würden derartige „Überfälle“ das Ende eines Unternehmens bedeuten.

Neben der von Löschl geratenen „gesunden Portion Misstrauen“ sind Unternehmen mitsamt ihrer Mitarbeiter also unweigerlich auf professionelle und vor allem aktuelle Systeme zur Abwehr von Cyber-Attacken angewiesen - schließlich würde man auch die Eingangstür des Unternehmens nicht über Nacht aufgesperrt lassen.

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