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Letztes Update am 11.03.2015, 14:38
Mit zunehmender internationaler Tätigkeit steigt der Bedarf an virtueller Zusammenarbeit.

Geschäftsbeziehungen werden schon lange nicht mehr nur innerhalb der eigenen Staatsgrenzen abgewickelt. 133 internationale Unternehmen haben sich laut der Stadt Wien im Jahr 2013 in der Bundeshauptstadt angesiedelt.

 

Der Trend zu multinationalen Konzernen steigt, immer mehr Betriebe eröffnen Standorte außerhalb des eigenen Landes oder sogar Kontinentes. Gleichzeitig entwickeln sich auch die Tendenzen der Arbeitgeber in Europa und Österreich weiter: Für einen besser bezahlten Job würden laut Integral Markt- und Meinungsforschung beispielsweise acht von zehn Österreichern umziehen. Auch EU-weit zeigt sich, dass die Binnenwanderung zwischen 2009 und 2012 um rund 20 Prozent gestiegen ist.

Virtuell in Verbindung

Inter- oder multinational bedeutet jedoch nicht, dass jede Niederlassung nach eigenen Spielregeln spielt. Gemeinsame Richtlinien und der ständige Kontakt zwischen leitenden Angestellten und Mitarbeitern sind Grundvoraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Diese stete Kommunikation wird in Zeiten wie diesen natürlich vor allem über das Internet und spezielle Software erledigt: Laut Online-Portal Statista nutzt jedes dritte internationale Unternehmen einen gemeinsamen Online-Kalender, 25 Prozent nutzen Video- oder Textchats und 20 Prozent machen von Online-Datenspeichern Gebrauch.

Bei der staatenübergreifenden Zusammenarbeit sind vor allem auch Business-Meetings von besonderer Bedeutung. Je weiter die unterschiedlichen Niederlassungen vom Mutterunternehmen entfernt sind, desto mühseliger wird jedoch eine persönliche Teilnahme an diesen Besprechungen. Online-Videokonferenzen nehmen daher einen immer wichtigeren Stellenwert in der Unternehmenskommunikation ein - gleichzeitig können sich Betriebe durch die vermiedenen Flugmeilen auf diese Weise als nachhaltige Unternehmen präsentieren.

Flexibilität wird wichtiger

Aber nicht nur international, sondern auch innerhalb der eigenen Landesgrenzen wird die Flexibilität der Arbeitnehmer zusehends wichtiger. Laut einer Studie des Büroanbieters Regus würden 79 Prozent der Dienstnehmer Stellen vorziehen, bei denen sie Zeit und Ort ihrer Tätigkeit selbst bestimmen können. Immerhin sechs von zehn Personen würden ein Stellenangebot ablehnen, wenn sie die nötige Flexibilität nicht gegeben sähen. Das eigene Gestalten der Arbeitsabläufe wandelt sich also scheinbar von einem speziellen Zuckerl für Mitarbeiter zu einem selbstverständlichen Angebot im Wettbewerb um gute Arbeitskräfte. Kein Wunder, ist es doch mit modernen Techniken möglich, jederzeit und ortsunabhängig auf Firmendaten zugzugreifen.

Arbeit ist heute also nicht mehr länger an Zeit und Raum gebunden. In einer globalisierten Wirtschaftswelt, aber zusehends auch innerhalb der Landesgrenzen, werden technische Hilfsmittel zum essentiellen Asset für virtuelles Zusammenarbeiten im Unternehmen.

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