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Letztes Update am 17.12.2014, 14:07
0cm; border-style: none; padding: 0cm; line-height: 0.58cm;">Oft assoziieren wir Dinge mit Kulturen und Äras, weil es uns einfach hilft Informationen besser zu behalten. Wenn man zum Beispiel Pyramiden nennt, werden die meisten Menschen an das alte Ägypten denken, obwohl es sie auch in vielen anderen Ländern der Welt gibt. Viele unserer ersten Assoziationen stimmen meistens nämlich einfach nicht, wenn es darum geht wo manche Dinge überhaupt herkommen und vor allem auch wann diese entstanden sind. Hier sind einige Erfindungen, die es schon länger gibt als Du vielleicht glaubst.

Rap Battles

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0cm; border-style: none; padding: 0cm; line-height: 0.58cm;">Die frühesten Zeiten mit denen die meisten Menschen Rap, und daraus folgend so genannte Rap Battles, assoziieren sind wahrscheinlich die frühen 80er Jahre. Doch tatsächlich sind solche Wettkämpfe, bei dem sich zwei Personen verbal mit Hilfe von cleveren und beleidigenden Zeilen messen, schon im alten Schottland des 15. und 16. Jahrhunderts veranstaltet worden. Sie wurden „Flytes“ genannt, wobei 2 Poeten gegeneinander antraten und der Gewinner von den Zuschauern bestimmt wurde. Sogar am königlichen Hof von König von Jakob IV. und Jakob V. durften die besten Kontrahenten gegeneinander antreten.

Zahnprothesen

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0cm; border-style: none; padding: 0cm; line-height: 0.58cm;">Dass die Zahnmedizin eine lange Tradition hat sollte bereits bekannt sein, so hatte zum Beispiel schon George Washington Zahnprothesen, obwohl diese wie oft behauptet nicht aus Holz waren. Allerdings reicht die Geschichte derselben noch ein ganzes Stück weiter zurück, nämlich bis zur Zeit der Etrusker, etwa 4-8 Jahrzehnte vor Christus.

Altertümliche Schädelknochen mit Goldfäden und künstlichen Zähnen, die mit solchen befestigt waren, wurden zum Beispiel in Marzabotto, Italien, entdeckt. Benutzt wurden meistens Tier- oder Menschenzähne, die mit Hilfe von besagten Fäden und Metallstiften im Mund befestigt wurden. Die Prothesen waren für damalige Verhältnisse bereits erstaunlich fortschrittlich und wurden in einer ähnlichen Form noch Jahrhunderte später verwendet.

Zeitungen

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0cm; border-style: none; padding: 0cm; line-height: 0.58cm;">Um als Zeitung zu gelten, müssen grundsätzlich aktuelle Informationen über eine Reihe von Themen in regelmäßigen Abständen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Natürlich gab es damals keine gedruckten Exemplare, was aber nicht heißt dass die eben genannten Kriterien nicht erfüllt wurden.

Schon im alten Rom gab es handschriftliche Aufzeichnungen über aktuelle Ereignisse, die für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Dazu zählt zum Beispiel die bekannte „Acta Diurna“, welche in Stein oder Metall gehauen wurde, und anfangs verschiedene Rechtssachen und Ergebnisse von Gerichtsverfahren täglich bekannt gab. Später wurden verschiedene politische Themen, Militärkampagnen, Geburten, Tode und Exekutionen hinzugefügt.

Auch im alten China gab es zur ca selben Zeit schon erste handschriftliche Vorläufer von Zeitungen, welche als "tipao" bekannt waren. Dabei handelte es sich um kaiserliche Bekanntmachungen zur Zeit der Tang Dynastie.

Zahnbürste

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0cm; border-style: none; padding: 0cm; line-height: 0.58cm;">Wie oben bereits erwähnt, war schon sehr früh bekannt, dass es wichtig ist sich um seine Zähne zu kümmern. Die ersten Putztechniken haben natürlich nichts mit unseren elektrischen Geräten heute gemeinsam, doch wurden schon 3000 vor Christus Zweige mit ausgefransten Enden als altertümliche Zahnbürsten benutzt.

Etwas, das der modernen Bürste ähnelte entstand erstmals im 15. Jahrhundert in China. Der Griff war meistens aus Knochen oder Bambus gefertigt und als Borsten wurden die Nackenhaare von Schweinen verwendet. Diese Erfindung fand dann auch seinen Einzug in Europa und wurde mit der Zeit immer wieder leicht verändert, zum Beispiel wurden statt denen vom Schwein, Pferdehaare benutzt. Die Technik, Tierhaare zu verwenden, wurde aber erst Anfang des 20 Jahrhunderts durch die Erfindung von Nylon abgelöst.

"Kilometerzähler"

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0cm; border-style: none; padding: 0cm; line-height: 0.58cm;">In den meisten modernen Fortbewegungsmitteln ist ein Gerät eingebaut, das die Entfernungen mitzählt, die damit zurückgelegt werden. Nun, solche Kilometerzähler gibt es aber nicht erst seit es Autos gibt, sondern erste Formen davon reichen bis in das antike Griechenland zurück.

Gerüchten zufolge sollen erste Pläne einer solchen Gerätschaft auf Archimedes oder Vetruv zurückgehen. Das Konzept basierte darauf, dass Pferdewägen eine standardisierte Radgröße hatten. Ein solches Wagenrad musste sich 400 Mal drehen um eine römische Meile zu überwinden. Um nun Entfernungen messen zu können wurde die Achse mit einem 400-rädrigen Zahnrad verbunden, welches wiederum an ein Gerät angeschlossen wurde. Jedes Mal wenn sich das Rad einmal um seine eigene Achse gedreht hatte, löste sich ein Stein von diesem Gerät und fiel in eine Kiste. Nach dem Trip wurden nun einfach die Steine gezählt und so ermittelt, welche Entfernung zurückgelegt wurde.

Ob diese Erfindung genau so gebaut wurde ist bis heute nicht bekannt, doch die antiken Entfernungen stimmen mit den heute bekannten so genau überein, dass eine solche mechanische Erfindung praktisch nicht auszuschließen ist.

Roller Skates

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0cm; border-style: none; padding: 0cm; line-height: 0.58cm;">Den größten Boom erfuhren Roller Skates wohl in den 60er und 70er Jahren mit den weltberühmten Roller Discos, doch auch hier ist das eigentliche Konzept schon viel älter.

Die ersten Aufzeichnungen über etwas, dass wir wohl Roller Skates nennen würden, reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der belgische Erfinder John Joseph Merlin funktionierte die damals bereits bekannten Schlittschuhe kurzerhand um und befestigte Rollen daran. Allerdings konnte er damit weder manövrieren noch bremsen und stürzte bei einer Demonstration der Geschichte nach bei einem Maskenball direkt in einen großen Spiegel.

Auch die ersten von M. Petitbled patentierten Rollschuhe hatten leider dasselbe Problem, weshalb sie nicht wirklich zu einer großen Popularität fanden.

Erst James Leonard Plimpton erfand 1863 den Vorläufer der modernen Rollschuhe, welcher dann auch eine erste Begeisterungswelle auslöste. Sein Design mit jeweils 2 Rollenpaaren auf jedem Schuh war wesentlich sicherer und einfacher zu benutzen. Plimpton funktionierte sogar sein Einrichtungsgeschäft in eine Rollschuhbahn um und gründete dann die „New Yorker Roller Skatin Association“.