Foto: Shutterstock.com / Freier Marktverkehr und individueller Wettbewerb sind wesentliche Merkmale des Neoliberalismus.

Neoliberalismus - Merkmale und Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Die Neoliberalisten betonen den Zusammenhang zwischen politischer und ökonomischer Freiheit.
Als Denkrichtung des Liberalismus wendet sich der Neoliberalismus gegen staatliche Eingriffe in die wirtschaftlichen Prozesse. Andererseits befürwortet er eine Ordnungspolitik des Staates, die einerseits der Herausbildung einseitiger privater Machtpositionen entgegenwirkt und andererseits den individuellen Wettbewerb fördert.

Bitte beachten

Der ungezügelte Liberalismus des Laissez-faire im 19.Jahrhundert hatte die vorherrschende Ökonomie vollständig dem uneingeschränkten Spiel der Marktkräfte überlassen. Basierend auf den damit eindeutig negativen Erfahrungen erkennen die Neoliberalisten staatliche Eingriffe dann als notwendig an, wenn dadurch:

  • das Marktgeschehen gefördert,
  • Konjunkturschwankungen ausgeglichen,
  • die Bildung von Kartellen und Monopolen unterbunden und 
  • der soziale Ausgleich innerhalb der Gesellschaft gefördert wird.


Tipp:
Video: Was ist eigentlich Neoliberalismus?

Der Ordoliberalismus

  • Man unterscheidet eine angelsächsische und eine deutsche Variante des Neoliberalismus. Hauptvertreter der angelsächsischen Variante war Friedrich August von Hayek (*1899, †1992). Hier setzt man stark auf die Selbststeuerungskräfte der Wirtschaft. 
  • Führender Vertreter des deutschen Neoliberalismus war der Ökonom Walter Eucken (*1891, †1950). Er entwarf die Theorie des Ordoliberalismus, wie die deutsche Variante des Neoliberalismus auch genannt wird. 
  • Der Ordoliberalismus ist eine Grundlage der auf den Grundsätzen der sozialen Marktwirtschaft ruhenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ordnung in Deutschland.

 

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