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Letztes Update am 22.10.2014, 14:06
Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands im Fokus.

Zur Vielfalt der deutschen Parteienlandschaft gehören neben den großen Volksparteien wie die CDS/CSU, der SPD oder den Grünen auch eine Vielzahl von Kleinparteien. Eine dieser Kleinparteien ist die NPD. Die Abkürzung ergibt sich aus dem vollen Namen, nämlich Nationaldemokratische Partei Deutschlands.

NPD-Facts:

  • Die NPD macht keinen Hel aus ihrer rechtsextremen Einstellung.
  • Aktuell ist die Partei in einigen Landtagen vertreten.
  • Gegründet wurde die Partei schon 1964.
  • Die Mitgliederzahl bewegt sich um die 6.000 Personen.
  • In Ostdeutschland ist die NPD weitaus präsenter, als in anderen Teilen Deutschlands.
  • Der klassische Wähler ist jung, männlich und mit relativ niedrigem Bildungsniveau.

NPD-Doku: NPD-Aussteiger packen aus

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Gründung und Geschichte:

Die 1964 in Hannover gegründete Nationaldemokratische Partei Deutschlands ging im Wesentlichen aus der rechtsextremen "Deutschen Rechtspartei" (DRP) hervor. Gerade in den ersten Jahren nach ihrer Gründung war es der NPD möglich, die 5-Prozent-Hürde zu überwinden und mit einigen Mandataren in die Landtage einzuziehen.

 

Dieser Erfolg währte jedenfalls länger als nur eine Legislaturperiode lang. Danach konnte die Partei an die Anfangserfolge aber nicht mehr anknüpfen. Über die Jahre hinweg schlitterte die NPD so immer mehr in die Bedeutungslosigkeit ab. Nach der Wiedervereinigung der Bundesrepublik gelang es der NPD allerdings zunehmend, in strukturschwachen Gebieten den Frust der Bevölkerung auszunutzen und dort Stärke zu zeigen. So ist eine gewisse politische Rolle der NPD bis heute nicht von der Hand zu weisen, was neuerliche Landtagseinzüge durchaus beweisen.

Politische Ausrichtung:

Die NPD bindet die "Würde des Menschen" an die Zugehörigkeit zu einem Volk. Dies propagieren die Nationalisten als völkischen Nationalismus, was auch aus dem NPD-Grundsatzprogram hervorgeht. Hier wird auch ganz deutlich zwischen ethnischer bzw. rassischer und formaler Zugehörigkeit ("Passdeutsche") unterschieden. Im Mittelpunkt der politischen Bemühungen steht nicht der einzelne Mensch, sondern das Volk.

 

Forderungen der NPD sind unter anderem, das Volk Deutschlands vor negativen Einflüssen aus dem Ausland abzuschirmen und alle Lebensbereiche (Kultur, Wirtschaft, Politik etc.) national auszurichten. Nichtdeutsche Bevölkerungsgruppen sollen aus dem Bundesgebiert ausgewiesen werden und als Währung die Deutsche Mark wiedereingeführt werden. Die NPD gibt sich EU-kritisch und setzt sich in der Debatte um einen Beitritt der Türkei auf Seiten der Kritiker ein. Auf Grund der autoritären, fremdenfeinlichen und wertekonservativen Ausrichtung der NPD sehen Experten immer wieder Vergleiche zur NSDAP.

Mitglieder und Führungspersönlichkeiten:

Die NPD ist mit ihren rund 6.000 Mitgliedern als Kleinpartei einzuordnen. Das Parteivermögen ist relativ gering - man ist auf Spenden angewiesen.

 

Parteivorsitzender ist Frank Franz aus dem Saarland. Seine Stellvertreter sind Stefan Köster, Frank Schwerdt und Ronny Zasowk. Die Geschäftsführung auf Bundesebene hat Holger Szymanski inne. Die NPD verfügt über eine Parteizeitung ("Deutsche Stimme") und betreibt die Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten".

Die NPD und der Rechtsextremismus:

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„Wir sind eine Partei, die das politische System in der BRD bis auf die Wurzel bekämpft, auch die Wurzel abnimmt. Ja, liebe Freunde, wir sind stolz darauf, dass wir alljährlich in den bundesdeutschen Verfassungsberichten stehen und dort als feindlich, verfassungsfeindlich, gegen dieses System gerichtet genannt sind. Jawohl, wir sind verfassungsfeindlich.“ - Dieses Zitat von Holger Apfel aus einer seiner Reden zeigt recht deutlich, wie sehr die NPD im rechtsextremen Millieu zu Hause ist.

 

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